Mittwoch, 25. November 2009

Zecken im Rindenmulch ...



Ja, selbstgemachte Leiden aus dem Baumarkt!
3 Jahre lang - von 1996 bis 1998, haben wir im Frühjahr
unseren Garten mit jeweils 100 Sack Rindenmulch ab-
gedeckt. Das stank zwar einige Zeit fürchterlich, sah
aber zwischen der jungen Bepflanzung prima aus ...

Seit gestern Abend weiß ich nun endlich, warum unser Wildwuchs-
Garten seit einigen Jahren so zeckendurchseucht ist. Die Erkenntnis
fand ich auf hier auf Renates 'das kunterbunte Katzenblog' ...

Die Informationen in den Kommentaren zu diesem Post sind sehr
hilfreich. Karin Greiner hat heute auch gleich noch auf meine
Anfrage einen Post zu diesem Thema auf ihrem 'Pflanzenlust-Blog'
veröffentlicht! Aber vor allem die Erfahrungen, von denen
Beate
Eickelmann
dort berichtet, haben mich zu diesem Post veranlasst.

Mehr über unsere eigenen Erfahrungen zum Thema Zecken
im Garten schreiben wir heute Abend. Aber diese gesammelten
Erkenntnisse sind eigentlich schon frustrierend genug ...



Mittwochabend:

Und eigentlich habe ich heute auch wirklich keine Lust mehr
über Zecken in der Waschmaschine zu schreiben, die dann frisch
gewaschen und putzmunter bei Freunden von uns aus der
Kleidung hervorkrabbeln.

Oder die dicke fette Zecke, die sich vollkommen unbemerkt
vollsaugen konnte
, um sich von unserer Maus auf mein Kopfkissen
fallen zu lassen. Zum Glück entdeckte ich sie sogleich und sperrte
sie in ein durchsichtiges Filmröhrchen. Das lag dann einige
Wochen luftdicht verschlossen in der Sommersonne griffbereit
auf unserem Küchentisch ...
Denn darin sammele ich eigentlich die winzig kleinen
Nymphen,
die ich mir regelmäßig vom Gartenspaziergang mitbringe
und
dann oftmals viel zu spät schon angedockt an meinem Körper
entdecke. Kaum jemand, der noch nie zuvor eine Nymphe
gesehen hat, kann sich vorstellen wie winzig klein diese Baby-
Blutsauger sind, die eigentlich Mäuse und anderes Kleingetier
als Wirte bevorzugen.
Und in diesem Sammelröhrchen trocknete nun einige Wochen
die dicke fette Zecke vor sich hin ... bis es plötzlich in dem
Gefäß zu krabbeln anfing. Und von Stunde zu Stunde wurde
das Gewimmel immer mehr - seit Wochen ohne Luftzufuhr!
Als ich in der Filmdose mindestens 50 Zeckenlarven zählte,
bereitete ich dem Schrecken ein Ende.

Ja, Zecken sind wahre Überlebenskünstler: Einfrieren - wohl
kein Problem. Und auch ohne die Blutmahlzeit kann eine Zecke
anscheinend bis zu 12 Jahre überleben ...

Nach meinen Informationen werden sie ab 5° Celsius aktiv
und haben Hunger. Bei uns im Garten also fast das ganze Jahr!
Und wie es der Zufall so will, krabbelte mir heute auch wieder
eine 2mm Nymphe über die Hand. Entweder hatte sie in der
Garage an der Gießkanne auf mich gewartet, oder sie hatte sich
ein Lauerplätzchen in einem der Rosenkübel auf der Betonfläche
gesucht. Mehr hatte ich bis dahin noch nicht bei dem kurzen
Gartenaufenthalt angefasst.

Die Idee ein weißes Tuch über die Flächen zu ziehen, hat
bei uns nicht gut funktioniert. Wir haben es danach sogar mit
getragenen weißen Shirts ausprobiert. Obwohl die Viecher schon
da waren: Denn im Sommer 2007 sammelte ich nur an unserem
'Wiesenrand' jeden Morgen einige Zecken von den Halmen.
Bei 100 habe ich in dem Sommer aufgehört zu zählen. Aber
sie warten auch unter dem Steg, da sich dort die Igel ver-
kriechen - die
'kleinen Zeckenschleudern'. Und auf den bis 2007
gemulchten Wegen sind die fiesen Blutsauger blitzschnell am Schuh,
wenn sie menschliches Aroma wittern. Nur Wolfgang scheinen sie
nicht so sehr zu mögen. Obwohl es bei Mückenstichen eher
umgekehrt ist ...

So, für heute reicht es mir jetzt wirklich!
Erfahrungsberichte, Hinweise zu Artikeln oder Posts zu dem Thema
verlinke ich hier natürlich gern. Denn erst seitdem ich im Laufe der
Jahre besser informiert bin, kann ich zwar immer noch nicht gelassen,
aber doch besser mit der Situation in unserem Garten umgehen. Und
eine 'kleine Sammlung' von Hilfsmitteln für den Fall der Fälle, wenn sie
sich mal wieder festgesaugt haben, beruhigt auch etwas.

Ein ganz anderes gesundheitliches Problem mit dem Rindenmulch
hat Frauke. Dazu hat sie heute auf ihrem Blog 'patchgarden'
ebenfalls einen kurzen Post veröffentlicht ...


Kommentare:

Frauke hat gesagt…

und nicht nur die Zecken sind gefährlich siehe auch unter dem Link Lungenärzte im Netz
http://www.lungenaerzte-im-netz.de/lin/linaktuell/show.php3?id=1332&nodeid=18&nodeid=18&query=mulch
ich darf kein Mulch verwenden, und gerade wenn ich an Gäten mit Rindenmulch veobeigehen oder jetz die Plätze beim Weihnachtsmarkt, muß ich mit meiner Erkrankung einen großen Boden machen
Frauke
ich stelle den Link auch noch mal bei mir ein

SchneiderHein 2 hat gesagt…

@ Frauke
Und ganz schlimm finde ich es, dass zumindest Wald-Spielplätze aus Unwissenheit wohl auch gemulcht werden ...

Lis hat gesagt…

Zecken im Rindenmulch? Darum haben mich die Bister dreimal letztes Jahr gebissen! Dieses Jahr wurde ich verschont, zum Glück!!!!!

LG Lis

Marcus hat gesagt…

Ja, die Biester sind echt ne Plage. Aber das man sich die Viehcher auch mit dem Rindemulch in den Garten holen kann, das wußte ich noch nicht!

Cat with a Garden hat gesagt…

Was? Ich ahne fürchterliches! Werde mir mal die Links durchlesen.

Cat with a Garden hat gesagt…

Sehr interessante Beiträge und das Thema "Gift" spaltet natürlich. Vielleicht müsstet Ihr wirklich den Wegbelag einmal komplett austauschen? Aber was das kostet...
Auf jeden Fall werde ich ganz bestimmt keinen billigen Rindenmulch mehr kaufen. Da schüttelt es einen ja durch und durch.

Susanna hat gesagt…

Einer meiner Hunde hatte sich vor 3 Jahren eine schwere Erkrankung durch einen Zeckenbiss zugezogen. Laut unseres Tierarztes durch eine Zeckenart die bei uns nicht verbreitet ist und eher in südlichen Ländern auftritt. Wir haben hin und her gerätselt wo er sich die wohl geholt hat aber nun denke ich ist das Rätsel gelöst.
Ich werde mir in Zukunft eine alternative zu Rindenmulch überlegen. Allerdings werden wir die Geister die wir riefen auch durch den Austausch schon vorhandener Mulchbeläge wohl nicht mehr los
liebe grüsse susanna

Maja hat gesagt…

Also irgendwie hört sich dein Wohngebiet sehr zeckenverseucht an. Echt, so etwas extremes habe ich noch nie gehört/gelesen. *grusel* :-O

Und das mit der Zecke in der Kochwäsche... hmm weiß nicht so recht ob ich das glauben soll. ;-)

Liebe Grüße,
Maja

SchneiderHein hat gesagt…

@ Lis
Das sagt aber leider nichts. Dieses Jahr war es bei uns auch harmloser. Wohl wegen des trockenen heißen Sommers. Sowie es feucht und etwas milder wird haben sie Hunger - eben ab 5° ...

@ Marcus
Daher war es mir auch wichtig diesen Post zu machen. Denn wenn wir das damals schon gewusst hätten, hätten wir unseren Garten ganz anders gestaltet! Nun müssen wir uns mit dem Problem arrangieren. Und Freunde mit ihren Kinder kommen fast gar nicht mehr zu uns, da man den Kleinen kaum begreiflich machen kann, dass sie nicht auf den Trampelpfaden und im Wald umherlaufen dürfen ...

@ Cat with a Garden
Den Einsatz von Gift werde ich mir sehr genau überlegen. Zumal eine Anwendung bei uns bestimmt nicht reicht.

Es sind ja nicht nur die gemulchten Wege ... eigentlich müssten wir den gesamten Boden abtragen - fast 600qm - und sogar die Steine unter dem Steg hochnehmen. Darunter sitzen sie auch!

@ Susanna
Das glaube ich auch nicht, dass wir uns davon wieder befreien können. Eher richten wir bei der Bekämpfung anderen Schaden an.
Ich werde mich wohl weiterhin selbst als Zeckenfängern einsetzen und mein Nitro-Glas, wo ich sie dann eleminiere, bei mir tragen. Denn beim Zerquetschen sind mir im Garten auch viele der Winzlinge auf den Bodengefallen. Und die Nymphen krabbeln erstaunlich schnell.
Es ist wohl wie mit den Nacktschnecken: Konsequentes Absammeln und vernichten ist die verträglichste Methode ...

SchneiderHein hat gesagt…

@ Maja
Gut, die genaue Gradzahl der Wäsche bei unseren Freunden werde ich noch einmal erfragen. Die Geschichte ist jetzt auch schon mindestens 3 Sommer her. Wir waren damals jedenfalls alle geschockt.
Zumal zu der Zeit bei uns die Zecken vereinzelt sogar im Treppenhaus an der Wand in 1m Höhe warteten oder am Waschtisch die kleinen Fühler unseren Gästen entgegen streckten. Im Nachhinein weiß ich, dass unsere durch Frontline geschützten Katzen sie im Fell hatten. Und wenn die Krabbeltierchen mit ihnen im Haus ankamen, wo es so schön nach frischem Mensch roch, ließen sie sich fallen, um auf uns zu warten. Mag sein, dass sie dann irgendwann verendeten, da sie das Gift im Katzenfell aufgenommen haben. Aber dafür hat so ein Haus zu viele Ecken zum Verstecken.
Ich glaube, es war auch der Sommer 2007, als schräg gegenüber auf der anderen Straßenseite eine Nachbarin ihrem Hund rund 40 Nymphen vom Tierarzt entfernen lassen musste. Er hatte wohl so ein berüchtigtes Zeckennest im Garten entdeckt. Da kann man sich vorstellen, wie gut und schnell sie sich vermehren können. Mäuse und Igel gibt es hier reichlich.
Ich glaube, es war im Sommer 2003 an der Tischgruppe in der Wiese, als ich die erste Bekanntschaft mit diesen Baby-Zecken machte, ohne damals zu wissen was für Tierchen das sind.
Bis jetzt ist die Erklärung, dass sie mit dem Mulch schon vor Jahren und dann laufend durch das Abdecken der neuen Rosen nochmals mit den Rindenmulchsäcken aus dem Baumarkt eingeschleppt wurden die einzig plausiebele Erklärung. Denn so schnell und so viele Zecken können Vögel auch nicht einschleppen ...Denn noch bis zum Sommer 2003 oder 2004 konnte ich ganz problemlos den Garten betreten, ohne mir etwas einzuhandeln. Gut, vielleicht schon die noch durchsichtigen Nymphen, da ich sie bis dahin noch nicht kannte.Das Problem hat sich eben unbemerkt hier entwickeln können. So wie davor die Nacktschnecken, die wohl durch die vielen Staudentöpfchen eingeschleppt wurden und hier ideale Lebensbedingungen vorfanden.
Im Garten meiner Mutter, der etwas kleiner ist, und den ich dann erst etwas später mit mehr Pflanzen und mehr Mulch versorgte, konnte ich diese Probleme dann bald darauf auch feststellen - nur eben 1 bis 2 Jahre später und nicht ganz so extrem.
Erstaunlich ist, dass unsere Nachbarn mit der Buche weniger Probleme mit Zecken haben - sie mähen ihren Wiesenrasen im Sommer etwa alle 2 bis 3 Wochen, halten sich aber auch recht selten in ihren verwunschenen Ecken auf ...
Die Nachbarn im Süden - im 'ordentlicheren Garten' haben erst im Herbst 40 Sack Mulch in den Beeten verteilt und sich vorgestern bei der Gartenarbeit 2 Zecken eingehandelt.

Tanja`s Allerlei hat gesagt…

Oh je... hab mir alles durchgelesen und es schüttelt mich hier direkt ...
Ich hab noch am letzten Samstag ganz viel Rindenmulch im Garten verbraucht :o(
Bis jetzt hab ich aber noch nie ne Zecke gesehen...
Allerdings hatte ich vor kurzem so einen Stich mit einem Kreis drum, der immer größer wurde und da meinte mein Arzt auch, daß es wohl ein Zeckenbiss ist....
Da hab ich mich noch gewundert, wo ich den herhaben könnte...

Elke hat gesagt…

Puh, das hört sich wirklich heftig an. Rindenmulch hat unser Gärtner im Frühjahr dort aufgebracht, wo die neuen Sträucher und der Bambus angepflanzt wurden. Zecken habe ich in unserem Garten glücklicherweise noch nie beobachten können, auch unsere Katzen sind bislang zeckenfrei geblieben, obwohl sie keine entsprechenden Halsbänder oder ähnliches tragen. Aber ich werde in Zukunft auch mehr auf Zecken achten und ganz sicher keinen Rindenmulch aus dem Baumarkt verwenden. Brauchen wir an sich auch nicht, Laub und Kompost in verschiedenen Reifestadien sind völlig ausreichend. - Vielen Dank für deinen aufklärenden Beitrag.
Lieben Gruß
Elke

Sisah hat gesagt…

Dass es so schlimm bei Euch war, hätte ich jetzt nicht vermutet. Rindenmulch war mir aus anderen Gründen schon immer suspekt, deshalb gibt es das bei uns auch nicht im Garten. Andererseits schreddere ich meinen Gehölzschnitt selbst und verstreue das unter meinen Sträuchern. Theoretisch auch eine ideale "Brutstätte" für Zecken. Zeckes bevorzugter Lebenraum muss feucht und warm sein. Ihr eigentlicher Lebensraum ist ja der Waldrand.Hier fällt warmes Sonnenlicht hin, hier kann sie sich gleichzeitig ins feuchte Unterholz zurückziehen, wenn es ihr zu heiß und trocken wird.
Zeckenmutterschiffe können ja auch durchaus Igel oder Haustiere sein, die sie aus Feld und Wiese in den Garten mitbringen, so dass die vollgesaugten weibl.Zecken sich dann im Mulch oder auch Schreddermaterial fallenlassen und dort ihre Eier fallenlassen. Ich glaube kaum, dass die in frischem sterilisierten Mulchmaterial aus dem Handel eingetragen werden.
LG
Sisah

Iris hat gesagt…

Nun, wir haben ja, wie Du weißt, Rindenmulchwege in unserem Garten angelegt. Und ich muss sagen, ich hatte bisher noch in keinem Garten so wenig Zeckenprobleme wie im jetzigen. In einer unserer früheren Mietwohnungen hat unsere Katze uns hingegen während der Sommermonate beinahe täglich Zecken eingeschleppt. Da war nämlich eine wilde Wiese direkt am Haus. Und darin sind diese ekligen Krabbelviecher scheint's prächtig gediehen.

Als wir hier im jetzigen Garten noch Rasen hatten, hatte ich allerdings mehrmals heftige Beschwerden durch Grasmilbenbisse. Doch in diesem Jahr bin ich auch davon verschont geblieben.

Offen gesagt halte ich diese Story mit der massenhaften Einschleppung von Zecken durch Rindenmulch für übertriebene Panikmache. Ich will ja nicht bestreiten, dass das MAL vorkommen kann. Aber in solchen Ausmaßen? Daran hab ich meine Zweifel.
In unserer unmittelbaren Nachbarschaft mulchen auch viele Anwohner ihre Beete seit etlichen Jahren mit Rindenmulch. Doch von einer Zeckenplage ist mir bislang weder was zu Ohren gekommen, noch hab ich selbst hier in der Gegend ein gehäuftes Vorkommen festgestellt - wie gesagt, eher im Gegenteil.

Nichtsdestotrotz wünsche ich Euch natürlich, dass Ihr Eure Zeckenplage schnellstmöglich eingedämmt bekommt, damit Ihr den Aufenthalt in Eurem Garten wieder unbeschwert genießen könnt.

Bella hat gesagt…

Ich hatte in diesem Jahr auch eine extrem unangenehme Begegnung mit einer Zecke, allerdings haben wir schon immer Rindenmulch nur sehr sparsam verwendet. Es gibt hier zwar welche, aber ich habe den Eindruck, daß es sich doch in erträglichen Grenzen hält.
Herzlichen Gruß Bella

guild-rez hat gesagt…

Dein Artikel hat meine grosse Aufmerksamkeit erweckt. An Zecken in Rindenmulch habe ich bisher noch nicht gedacht. Ich verwende unsere eigenen Baumblätter als Bodenmulch. Dann dürfte dort ebenfalls eine Gefahr bestehen oder
Sehr interessant,
bedanke mich für den Bericht.
- Gisela.

SchneiderHein 2 hat gesagt…

@ Alle
Genau beweisen können wir natürlich nicht, dass das Einbringen von günstigem Rindenmulch in unseren Garten zu dieser Zeckenplage führte. Allerdings ist es schon erstaunlich, dass mir beim Frühjahrs-Rosenschnitt im März/April häufiger Zecken über die Hände liefen - bei einer Rose sogar drei fast zeitgleich. Diese Rosen hatten wir im Herbst schön warm mit frischem Rindenmulch eingepackt ...

Auf jeden Fall begünstigt ein schön gemulchter Boden die Zeckenvermehrung. Denn anders kann ich es mir nicht erklären, dass, wenn ich bestimmte gemulchte Wege in unserem Garten doch mal kurz mit Sandalen betrete, anschließend zumindest ein bis drei kleine Nymphen am Schuh oder sogar schon am Bein hochkrabbeln. Und leider sind sie beim Krabbeln nur sehr selten auf der Haut zu spüren, so dass ich dann doch häufiger diese winzigen Tierchen bereits festgesogen erst abends am Körper entdecke. In diesem Jahr waren es zum Glück nur 12 Nymphen/Zecken. Aber wer weiß wie viele von diesen unscheinbaren Spinnentieren ich nicht gesehen habe - vorallem in den Haaren ...

Wie Karin in Ihrem Post zu dem Thema schon schrieb: Ruhe bewahren!
Aufmerksamkeit ist der beste Schutz, denn wahrscheinlich tummeln sich schon in vielen Gärten mehr Zecken als allgemein vermutet wird. Wer sich über Igel im Garten freuen kann, der hat auch wahrscheinlich eine kleine Zeckenschleuder. Und wo sich ein Igel verkriecht, da kann dann auch mal ein Nymphen-Nest entstehen. Das war und ist auch der Grund, warum ich kaum noch Lust habe hinter der Teichmauer aufzuräumen. Denn dort erwischen sie mich eigentlich immer. Genauso ergeht es mir in anderen lauschigen Ecken des Gartens, die ich am Liebsten nur noch an kalten Tagen betrete, wenn sich die Zecken allmählich zurückziehen. Selbst ein offener Kompost ist eine Gefahrenquelle, wenn er für Igel oder Mäuse interessant und erreichbar ist.

Eine vollgesogene Zecke ist mir vor dem Treppenhaus mal direkt vor die Füße gekullert, als ein nach Katzenfutter suchender Igel mal wieder ins Haus wollte. Die hatte sich den perfekten Platz zum abspringen gesucht. Nicht auszudenken, wenn daraus die Nymphen geschlüpft wären...

Bestimmte Frauen scheinen übrigens häufiger Zecken anzulocken als Männer. Oder liegt es nur daran, dass Frauen sich insgesamt häufiger den Gefahren des Gartens aussetzen?

Aiko macht sich Gedanken hat gesagt…

Hallo, ich bin ja so froh, dass ich heute die Zeit gefunden habe, alles bei Euch einmal richtig und in Ruhe durchzuschnüffeln.
Das ist ganz sicher auch bei uns so, denn wir haben gerade in diesem Frühjahr - dankbar wegen des "guten Preises" 15 Säcke im Garten verteilt und waren stolz wie Oskar, dass alles so gut und gepflegt aussah, anschließend habe ich jeden Tag - wirklich jeden Tag mindestens 10 bis 20 Zecken aus mit mir rumgetagen und im Fell gehabt bzw., die sich schon angesaugt hatten, wurden entfernt. Jetzt weiß ich warum. Fatal - aber auch aufschlußreich - es wird mir eine Lehre sein - vielen Dank - ich finde diese Biester schrecklich Frauchen hat auch mal Erfahrungen damit gesammelt. Ist aber alles gut verlaufen.
Zum Glück blieb sie seither verschont.
Eine gute Woche wünsche ich
Wuff und LG
Aiko und sein Frauchen

Neuer Gartentraum hat gesagt…

Bei der derzeitigen Neuanlage unseres Gartens haben wir auch über die Verwendung von Rindenmulch nachgedacht.
Ich glaube, das Thema ist vom Tisch. Bisher habe ich bei uns noch keine Zecke gesehen und so sollte es auch bleiben. Also: Rindenmulch ade.
LG Anette

Herz-und-Leben hat gesagt…

Oha, was für ein Kommentar - kann man Spam hier nicht löschen?

Hallo liebe Silke,

hab' mal wieder ein wenig gestöbert. Das mit den Zecken klingt ja wirklich heftig. Von Rindenmulch habe ich persönlich noch nie so viel gehalten, da - wenn es auch aus Naturmaterial besteht, doch irgendwie unnatürlich anmutet, ganze Bäume über den Boden in geschredderter Form zu verteilen. Bäume müssen sicherlich immer wieder gefällt werden und das hat auch seine Berechtigung, ob zum Möbelbau oder anderen Dingen....
Auch der Geruch war mir auch oft suspekt, wenn ich an derart gemulchten Anlagen vorbeikam.
Obwohl ich, zugegeben, auch schon mal mit dem Gedanken spielte ...
Es breiten sich auch Pilze durch das Mulch aus, wie ich beobachtet habe.

Wir hatten also nie Mulch, aber trotzdem Zecken, besonders in L. (der Ort, der Dir bekannt ist). Vorher kannte ich diese Zecken als "Holzböcke" nur in meiner frühen Kindheit im Süden der Stadt. Danach nie wieder bis sie eben in L. massenhaft auftraten. In den betreffenden Gärten wurde aber soweit mir bekannt nicht mit Holz gemulcht. Der Wald war jedoch in der Nähe und das Kleinklima in den Gärten wohl entsprechend. Die Zecken dort traten auch massenhaft auf und kamen auch schon einmal ins Haus. Zu der Zeit sprach man aber überall von Zecken, auch in Parks und Wäldern.

Hier nun, obwohl wir einen kleinen Wald hinterm Haus haben, entdecke ich so gut wie gar keine Zecken.
Es gab aber auch Zeckenjahre. 1993 - 96, wenn meine Erinnerung mich nicht täuscht, war so eine Zeit.

Sicherlich kommt es auf die gesamten Rundumbedingungen - nicht nur im eigenen Garten - an bei der Zeckenplage. Es muß ja irgendetwas sein, wodurch sie sich so gut vermehren, wenn andere mit Rindenmulch diese massiven Probleme nicht so haben. Kleinklima, biotische, abiotische Faktoren - auch in der weiteren Umgebung - da spielt so Vieles eine Rolle.
Und auch am Menschen, also Menschen, die häufiger befallen werden als andere. Das wird zwar zuweilen - auch von Fachleuten - dementiert. Aber es ist schon was dran. Man weiß das auch von Pflanzen, die befallen werden und die deshalb anfällig sind, weil sie entweder schlecht ernährt oder generell anfällig und geschwächt sind.

http://www.klensby.de/pdf/zimmpfla/blum5.pdf

Ich wünsche Dir jedenfalls, daß die Zecken sich in diesem Jahr verkrümelt.

Lieber Gruß
Sara

SchneiderHein 2 hat gesagt…

@ Sara
Auf der Suche nach Spams habe ich eben erst Deinen Kommentar gesehen. Dieser Post ist seit November 2009 ständig Opfer von Spams - ich habe hierschon reichlich rausgelöscht, aber dieser war mir bis jetzt entgangen.

Komisch, erst etwa 2004 hatte unser Kater in BS die erste Zecke, voher kannten wir das Problem dort überhaupt nicht. Ich hatte nie zuvor eine gesehen. Aber das liegt wohl auch daran, dass das Grundstück im Zentrum der Siedlung liegt und der Weg vom Wald, der verseucht ist einige kilometer entfernt liegt. Da müssen eine Zecken schon über einige äüßerst wanderfreudige Igel & Mäuse vorangekommen sein ...
Daher finde ich auch im Garten in BS die Theorie mit dem Rindenmulch realistisch, da ich den Garten mit demselben Rindenmulch aus einem Baumarkt in Hannover versorgt habe - nur halt in geringeren Mengen. In den umliegenden Gärten gab es keine Zecken und dort wurde nur mit garteneigenem Shreddermaterial gemulcht. Die Zecken traten dort allerdings auch erst ein paar Jahre später in den Mengen auf, dass ich dort auch nicht mehr ungeschützt in den Beeten arbeiten sollte. Aber im Verhältnis zu unserem Garten ist es dort noch erträglich!