Montag, 11. Mai 2009

Die Liste wird immer länger ...


... und länger. Der Garten wächst, wuchert & gedeiht,
so dass fast jeden Tag neue Fotos hinzukommen, von
denen wir hier noch viele Eindrücke posten möchten.
Da aber durch Regen und Wärme die Entwicklung so
rasant voranschreitet, gibt es heute nur einen kleinen
Zwischenbericht vom Teich und der näheren Umgebung:

Die Krebsschere bildet zusammen mit den Seerosenblättern
schon wieder einen dichten Teppich, unter dem die Fische
jetzt nur noch selten hervorblitzen. Ein Reiher stand vor ein
paar Wochen mal am Steg, aber die Fische sind anscheinend
unter dem Dach der Krebsscheren etwas vor ihm geschützt.

White Flight bandelt jetzt mit der im Kübel
vertrockneten Birke links von der Bank
an.
Vielleicht bekommen wir nun ein Rosendach
über der Mauer am Teich...

Die Dünenrose in der Überschwemmungszone am Teich.
Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie uns eine Blog-
besucherin vor 2 Jahren vor dem wuchernden Monstrum
gewarnt hat. Da stand sie allerdings schon über 10 Jahre in
unserem Garten und entwickelte erste Ausläufer. Inzwischen
ist sie so wuchsfreudig, dass sie sogar bis 1,5 m tief in den
dunklen Wachholder hinter ihr hineinwuchert. Und in der
Breite würde sie schon mindestens 2,5m einnehmen, wenn
wir dort nicht ständig die neuen Triebe entfernen. Selbst
unter dem Steg sprießt es immer wieder hervor. Wir können
nur jedem empfehlen, der sich in diese Rose verliebt, aber
nach ein paar Jahren nicht nur Dünenrose - Rosa pimpinellifolia
im Garten haben möchte, sicherheitshalber eine Wurzelsperre
wie beim Bambus einzubauen.

Die Iris sibirica blüht jetzt vereinzelt im und am Teich.
Aber im Laufe der Jahre wurden es immer weniger
Blüten. So üppig sah es noch im Sommer 2006 aus ...

Ein neuer Teichbewohner vor dem Hochbecken
leistet seit ein paar Tagen den Fröschen im und
am Teich Gesellschaft.

Wiesenrauten - auch in Rosé-Tönen - haben sich
überall am Teich versamt und dürfen bleiben!

Dieses Stadium der Baumpäonie fehlte uns noch ...

Das Ettenbühler Glöckchen kommt endlich in Gang.
Aber der Spruch 'Geduld bringt Rosen' bewahrheitet
sich leider hier: Im Sommer 2007 geliefert, und auch
dieses Jahr werden wir noch keine Blüte an dieser
Rambler-Rose sehen.


Die einzige Blüte der Clematis Gladis Picard
hinter der Teichmauer. Es sieht so aus, als ob
schon bald die Clematis-Welke wieder alle
neuen Triebe von ihr dahinrafft. Wie gut,
dass sie so versteckt steht!

Fotos: S.Schneider


Der Spaziergang vom 1. Mai wird irgendwann später fortgesetzt.
Auch vom Osterspaziergang schlummern noch etwa 500 Panaroama-
Bilder auf der Festplatte, aus denen wir irgendwann eine Auswahl
für diesen Blog treffen möchten. Und gestern, am 17. Mai sind schon
wieder 100 Bilder in die engere Wahl gekommen. Dabei blühen erst
4 Rosen der über 100 Rosen in unserem Garten ...



Kommentare:

Elke/Mainzauber hat gesagt…

Sag mal, ihr habt doch auch einen Garten mit viel Schatten, wie mir scheint. Schatten bedeutet meistens auch viel Feuchtigkeit. Wie klappt das dann so gut mit euren vielen Rosen? Ich habe das Gefühl, dass ich mit Rosen immer nur in voller Sonne Glück habe.
Lieben Gruß
Elke

SchneiderHein hat gesagt…

@ Elke
Inzwischen ist der Garten wirklich recht schattig. Und wir müssen dringend einige Bäume & Sträucher einkürzen, damit wieder etwas mehr Sonne durchkommt. In der Anfangszeit werden die Rosen hier jetzt auf eine harte Probe gestellt. Und vor ein paar Tagen habe ich mich endlich entschlossen 2 Rosen 'zurückzutopfen', die kommen wohl erst wieder in 1 1/2 Jahren an einer anderen Stelle zurück in den Garten - sonst gehen sie ein. Der Garten verändert sich in manchen Bereichen so schnell, dass ein eben ausgesuchter Platz im nächsten Jahr schon ungünstig ist. Ein großes Problem ist aber auch die Feuchtigkeit. An Sträuchern, unter Bäumen und immergrünen Gehölzen ist es oft zu trocken. Damit haben die Rosen hier sogar mehr Probleme als mit fehlender Sonne. Im letzten Sommer bzw im Winter sind mir einige neuere Rosen einfach vertrocknet. Aber mit der klassischen Vorstellung des übervoll blühenden Rosenstrauches haben unsere Pflänzchen selten etwas zu tun. Das schaffen höchstens die Rambler, die sich den Weg zum Licht erkämpfen. Doch dazu brauchen sie in unserem Garten auch einige Jahre. Aber wenn es klappt, dann sieht eswirklich sehr reizvoll aus.

Barbara hat gesagt…

Mit den Clematis scheint es mir ganz ähnlich zu ergehen wie euch. Auch jetzt haben einige bereits wieder die Welke....aber ich gebe nicht auf, weil ich diese Pflanzen so liebe. Jedes Jahr kaufe ich mir zwei, drei Neue. Bis sie eine gewisse Grösse habe, kommen sie in den Topf. Das mache ich auch mit den Rosen, die nachher in eine schattigere Umgebung ziehen sollen, wo sie nebst dem fehlenden Licht oft auch mit Wurzeldruck der Sträucher und Bäume in der Nachbarschaft zu kämpfen haben. Aber was tut man nicht alles für die "geliebten" Pflanzen ;-) !
Liebe Grüsse, Barbara

Herz und Leben 2 hat gesagt…

Also doch keine Wurzelsperre?
Aber ich hätte immer Bedenken, daß die Natur letztendlich doch stärker ist und die Wurzeln auch die stärkte Folie einmal durchbrechen. ;-)
So wie der Löwenzahn gelegentlich selbst den Asphalt durchbricht.

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Wieso jetzt keine Wurzelsperre? Gerade da ich Bedenken habe, würde ich eine ähnliche stabile Sperre wie für einen Bambus einbauen ...

Herz-und-Leben hat gesagt…

Da waren meine Gedanken wohl, 10 Jahre sind eine lange Zeit und Du schriebst bei mir ja auch, noch wäre es Zeit ...
Aber ich selbst könnte ohnehin keine Wurzelsperre eingraben und meine Männer haben weder Zeit noch Lust, viel im Garten herumzuackern. Es war schon mühsam, sie zum Pflanzentransport und den Eingrabeaktionen im neuen Garten zu überreden ;-)

Liebe Grüße, einen schönen Sonntag!
Sara

Herz-und-Leben hat gesagt…

@ Elke
kann ich nur bestätigen. Im Waldgarten stehen im Hochwald auch Rosen. Vielleicht verträgt nicht jede Sorte den Schatten. Die "Waldgartenrose" ist ein typisches Beispiel, sie blüht wundervoll in manchen Jahren. Wer weiß, ob sie das noch so im Sonnengarten tun wird! ;-) Kenne leider die Sorte nicht! - Aber Probleme gibt es hier bestenfalls auch nur mal mit der mangelnden Feuchtigkeit. In trockenen Jahren.

Liebe Grüße
Sara