Mittwoch, 29. April 2009

Endlich Regen!



Nun wird der Blütenstaub der letzten Wochen abgewaschen.
Alle Wege und Blätter waren bis heute am frühen Morgen
mit einem gelblichen Schleier überzogen. Selbst die paar
Regentopfen der letzten Wochen beseitigten kaum das Gelb
des Blütenstaubes. Aber nun gibt es einen ganz feinen Land-
regen, der alle Pflanzen aufatmen lässt, aber sie nicht sogleich
regenschwer zu Boden drückt. Den Ginster hatte ich schon vor
ein paar Tagen aufgestellt. Und auch bereits ein paar zu üppige
Triebe der Dünenrose an Steg eingekürzt.

Die Baumpäonie hinter dem Teich unter der Magnolie
hat vorsichtshalber die Blüten geschlossen.

Die Hasenglöckchen am imprägnierten Hasenrenner
biegen sich ganz leicht zum Wiesenrand.

Doch hinter dem Wald unter dem Taxus bekommt
die Akelei kaum etwas vom erfrischendes Nass ab.

Die Clematis montana hat fast den gesamten Bereich
hinter dem Altuteich für sich eingenommen. Ein sehr
gewagtes Experiment, denn hier stehen einige schöne
Rosen. Aber sie beginnt gerade so üppig mit der Blüte.

Prachtspiere und Rhododendron bringen eben
links neben dem Aluteich Weiß ins Bild.

Auf der Südseite liegt Rubus Tridel Benenden über der Spiere.
Der Schneeglöckenbaum rechts daneben ist uns leider bereits
im letzten Sommer nach 11 Jahren ganz plötzlich vertrocknet.

Wie gut, dass es die Stacheldraht im Herbst
doch nicht mehr aus dem Topf geschafft hat.
Sie überwinterte im Hochwald.

Selbst der Flieder ist noch nicht allzu regenschwer.
Oder hält ihn ein Trieb der Rankrose Belvedere, die
kreuz und quer durch den Flieder tobt?

Kleinwüchsige Deutzie und Apfelblüte auf dem Hochbeet.

Auch der Schneeball und die Hortensie Limelight blieben
zum Glück im Herbst im Topf. Wir wurden einfach vom
inzwischen ungewöhnlich frühen Wintereinbruch überrascht.
Sie überwinterten zusammen mit den drei Lenzrosen im
Keller und waren danach 'Oster-Dekomaterial' auf dem
Hochbecken am Teich.

Das tränende Herz unter der Zwetschge wird
jetzt schon wieder von den Farnen bedrängt.

Die Wiesenraute steht unter dem dichten Blätterdach
aus Apfelbaum und Efeuranken. Sie braucht jetzt wohl
eine Extraportion Wasser.

Im letzten Jahr gab es kaum eine Blüte an der Scheinkerrie.
Dafür entschädigt sie uns jetzt mit diesem Blütenmeer!
Nur die Clematis alpina ist inzwischen in die nahegelegene
Felsenbirne umgezogen.

Jetzt säumt der Beinwell den Weg unter der Brombeerhecke.

Der Weißdorn blüht zum Glück erst einige Tage
nach der Kupfer-Felsenbirne.

Und die Heckenkirsche ganz am Ende
des Weges braucht noch ein paar Tage.

Dafür ist die Spiere im Gemüsebeet
in den letzten Tagen aufgeblüht.

Der Kirschlorbeer am Ost-Zaun dankt mir meine
letztjährige Schnitt-Unlust jetzt mit üppiger Blütenfülle.

Die Josta-Beere braucht jetzt wirklich dringend Wasser!

Und auch die Heidelbeeren mögen manchmal feuchte Füsse.

Eben bekommt der Pfeifenstrauch ja noch
etwas mehr vom Regen ab, aber ...

wenn die Scheinakazie ihr Blätterdach ausgebildet hat,
geht hier ohne zusätzliches Wässern nichts mehr!

So, jetzt bin ich trotz Regenjacke auch nass ...

Fotos: S.Schneider



Kommentare:

Barbara hat gesagt…

Ob dieser üppige Blütenreichtum, der bereits in eurem Garten vorzufinden ist, nur durch den Regen beschleunigt wurde? Wohl kaum! Da steckt doch das gut durchdachte Planen der Pflanzenstandorte (und dann das Umsetzen desselben) auch noch dahinter. Immer wieder spannend zu lesen, wie ihr die diversen Blüten beschreibt die sich da mit anderen Pflanzen verbandeln und zum Vorschein kommen. Einfach schön ! (und ein Regen ab und zu ist ein Segen!).
Liebe Wochenendgrüsse, Barbara

GGG hat gesagt…

Hallo Silke!

Jetzt weiß ich wo Du warst, als das große G bei Euch geklopft hat :o)

Ist heute gut wieder hier angekommen.

Liebe Grüße
GGG

SchneiderHein hat gesagt…

@ Barbara
Der Regen war im Endeffekt kaum der Rede wert. In den Regenfässern sammelte sich kaum Wasser. Aber selbst der graue Himmel tat den Pflanzen nach der Hitze mal gut. Zum Glück fördert die Pumpe noch Grundwasser. Nur bin ich mir nicht sicher, ob ich die Pflänzchen jetzt schon so sehr mit Wasser verwöhnen sollte. Auf Rosen-Rückschnitt und die Düngung vieler Pflanzen habe ich wegen der anhaltenden Trockenheit in diesem Frühjahr schon ganz verzichtet.

Zum 'durchdachten Pflanzen' in unserem Garten habe ich Dir ja schon in Deinem April-Rückblick einen Kommentar geschrieben.
Ich stelle aber immer mehr fest, dass das auch nur bedingt möglich ist. Denn die vertrauten Blühzeiten verändern sich mit den veränderten Standortbedingungen im Laufe der Zeit. Vieles blüht jetzt später da es schon früh verschattet wird. Und manches erhebt sich aus der Masse der Pflanzen und beginnt nun den Vorsprung auszunutzen. Da muss man schon Frühlingsblüher gegen Sommerblüher pflanzen, damit sie sich nicht in den Blütezeiten überschneiden. Aber alles, was sich bis Ende April nicht seinen Platz erkämpft hat, hat hier im Garten eh' keine Chance mehr ...

@ GGG
Ja, die Funk-Gongs liegen immer noch im Schrank. Da liegen sie gut! Besser wäre einer an der Haustür und einer am eingang zu der Garage. Aber ob ich die Klingeltöne bis hinten in der letzten Ecke des Gartens gehört hätte!? Ein kurzer Anruf vorab wäre sinnvoll gewesen. Hoffentlich klappt es endlich mal wieder im nächsten Jahr - dann mit 2 G's?
Denn See-Urlaub ist für dieses Jahr leider schon wieder gestrichen.
Alles weitere mal später per Mail ...

alex216 hat gesagt…

I love it! Very creative!That's actually really cool.
謝謝你的文章分享,請你有空到我

參觀,Thanks