Samstag, 31. Mai 2008

Deutzien - Die Maiblumensträucher



Die Blüte der Deutzien ist kurz und bisweilen heftig.
Sie scheinen ihren Zweitnamen 'Maiblumenstrauch'
wörtlich zu nehmen, weil sie die erste Knospe bis
zum Verblühen fast komplett im Wonnemonat
erledigen. Die ersten weißen Knöpfchen der kleinen
Deutzie auf dem Hochbeet erschienen am 5. Mai.


Im letzten Jahr sind uns die beiden Deutzien an der
Betonfläche für den Blog einfach durch gerutscht.
Denn im Mai überschlagen sich die Stauden, weißen
Blühsträucher und Obstbäume, so dass wir kaum mit
den Bildern und den passenden Posts hinterherkommen.
Und dann gab es, obgleich beide Büsche überreich Rispen
ausbildeten, merkwürdigerweise kaum schöne Fotos.
Vielleicht ist es also sogar ein Vorteil, wenn sich in
diesem Jahr weniger Blüten die Aufmerksamkeit teilen
müssen, denn mit weniger Ablenkung werden
die Schnappschüsse nun endlich schärfer.

In den Hinweisen zur Pflege wird empfohlen, direkt
nach der Blüte zu schneiden. Aber darum ist der
kleine Strauch in der Ecke des Hochbeetes im
letzten Jahr herum gekommen. Deshalb ist vielleicht
sein Blütenflor jetzt etwas übersichtlicher ausgefallen.





Der große Deutzienstrauch hinter der niedrigen Mauer
unter der Scheinakazie ist schon vor 12 Jahren als
Hochzeitsgeschenk in den Garten gekommen. Andernfalls
hätte er sicherlich schnell auf dem Wunschzettel gestanden.

Denn schon recht früh, im Anfang unserer Gartenplanung,
standen weiße Blühsträucher ganz oben auf der Liste.
So versammeln sich neben der hohen gefüllten Deutzie
auch ein einfacher Pfeifenstrauch, eine Schneebeere,
ein immergrüner Duftschneeball und eine Spiere hinter
der kleinen Mauer. Die Strauchrose Schneewittchen biegt
sich in diesem Jahr weiter aus der Strauchgruppe über
die Mauer heraus, um mehr Sonnenlicht zu erhaschen.
Aber zur Zeit gehört nach dem Duftschneeball und
der Spiere nun der Deutzie die ganze Aufmerksamkeit.

Anfang Mai zeigten sich bei dem inzwischen fast 3m
hohen Strauch erste weiße Blütenknospen. Aber
bis zum 20. Mai mussten wir uns noch gedulden, bis
sich einige der Blütenglöckchen entfalteten.

Danach wurden die Blütentrauben von Tag zu Tag voller,
haben aber leider keinen Duft.


Ende Mai sind die Blütenponpons ganz weit aufgegangen.
Schon bald beginnen die weißen Blätter herab zu regnen.
Und die unscheinbaren Früchte der Deutzie sollten dann
eigentlich bald darauf dem kommenden Strauchschnitt
zum Opfer fallen ...

Fotos: SchneiderHein



Freitag, 30. Mai 2008

Ganz verliebt in Wiesenrauten



Aber bald darauf entfalten sich die Knospen.

Und jeden Tag kommen jetzt immer
mehr feinstrahligen Blüten zum Vorschein:













Bis sie Ende Mai in voller Blüte stehen.

Fotos: W. Hein


Schon Mitte Juni wird der Reiher jedoch
von ihren Saatständen umgeben sein.

Und Ende August sind sie schon so weit,
dass sie sich weiter im Garten verbreiten.

Unsere Wiesenrauten sind namenlose Pflänzchen.
Wir hatten Glück, dass uns im Laufe der Jahre
immer mal wieder ganz unterschiedliche Stauden
begegneten, die sich im Wildwuchs wohl fühlen.

Wer sich nun auf die Suche nach ganz bestimmten Wiesenrauten
begeben möchte, findet in Elfriedes Staudenzaubergarten viele
schöne Abbildungen. Und auch auf dem Blog HaBseligkeiten ist
diesen zierlichen Stauden ein Post gewidmet.

Auf jeden Fall dürfen sie sich bei uns im Garten
genauso üppig versamen wie unsere Akeleien.




Donnerstag, 29. Mai 2008

Allium 'Ivory Queen'

Im Frühjahr als Topf mit drei Zwiebeln gekauft, hatte ich es
doch gewagt, sie in der Nähe am Steg in die Erde zu pflanzen.
Ein Stiel wurde leider so stark angeknabbert, dass er seitdem
die Vogeltränke auf dem Podest dekoriert. Aber zwei Blüten
konnten sich voll entfalten:










Foto: W.Hein



Dienstag, 27. Mai 2008

Saß ein Hörnchen ...


... still und stumm auf dem Tisch als Deko rum.


Foto: W.Hein



Montag, 26. Mai 2008

Erste Rosen im Mai



Den Auftakt der weißen Rosenblüte setzt
der große Dünenrosenbuch am Steg. Am
19.Mai ist der Höhepunkt schon überschritten.
Es werden jedes Jahr mehr Blüten und die
Rose fühlt sich am Teich so wohl, dass sie
noch eifriger als zuvor ihre Ausläufer durch
das Erdreich treibt.

Ein paar Tage zuvor waren es noch einige Blüten
mehr, die gleichzeitig geöffnet waren. Wie
alle Wildrosen blüht die Rosa Pimpinellifolia
früh und einmal. Und bildet danach schwarze
Hagebutten
aus.

Die Rosenblüte beginnt jedes Jahr mit den einfachen Blüten
der Wildrosen. Die Bibernellrose zeigt als erste ihren üppigen
Flor über den zart gefiederten Blättern. Viel zu schnell ist
die Pracht wieder vorbei, denn schon fallen die ersten weißen
Blütenblätter auf den Steg
.

Keine Regel ohne Ausnahme: Schon oft haben wir die
Viridiflora gezeigt. Kein Wunder, entwickelt sich diese
ungewöhnliche Rosa doch immer mehr zum Dauerblüher,
der sich an keine Jahreszeit zu halten scheint.


Früh ist auch die Hundsrose, die Rosa Canina, an der
süd-östlichen Grenze. Sie rankt in der Brombeerhecke
und hat ihre Austriebe hoch über unseren Köpfen schon
weit zum Nachbarn rüber gestreckt.

Jetzt fängt sie mit ihren einfachen Blätterkelchen perfekt
die Mittagssonne ein. Aber wir hätten ihre Blüte fast verpasst.

So wie die Spinosissima-Hybride
Double Cream in der
entgegen gesetzten Seite des Gartens, die an der
gelben Grenze so im Verborgenen blüht, dass eher unsere
Nachbarn ihre leuchtend weißen zweifachen Reihen von
Kronblättern durch den Zaun erahnen können.

Die Jacqueline du Pré steht am Waldrand hinter
der Wiesen-Stuhlgruppe. Die erste Knospe hat sich
malerisch über die Rückenlehne gelegt, bevor sie
beginnt, sich zu öffnen. Noch zeigt sie nicht ihre
charakteristischen, roten Staubgefäße.

Die Stanwell Perpetual steht noch im Topf auf
der Betonfläche. Sie ist zwar schon im letzten Jahr
angekommen, aber damals war die Rose noch grün.

Wir hatten vorher schon einige Stanwells gesehen, die
recht rosa ausfielen, vielleicht zu rosa für unseren
Wildwuchsgarten. Doch die zahlreichen Blüten sind
weiß und wir freuen uns, ihr jetzt einen Platz im
mittleren Garten zu suchen.

Die Winchester Cathedral auf dem Hochbeet ist
in diesem Jahr die erste Rose mit großen, gefüllten
Blüten. Schon reckt sie über sieben ihrer riesigen
Blattkelche stolz in die Maisonne. Regenschwer hängen
sie nach vorn, wenn die Tropfen eines leichten Sommer-
regens sie nieder drücken. Und so viele Knospen warten
noch auf ihren Auftritt.

Fotos: SchneiderHein




Sonntag, 25. Mai 2008

Akeleien können wir nie genug haben ...


























Fotos: SchneiderHein


Ganz im Anfang gab es nur ein paar blaue Töpfchen
dieser faszinierenden Staude in unserem Garten.
Die Versuche weiß blühende Akeleien anzusiedeln,
scheiterten leider immer wieder. Bis jetzt ist uns
nur ein kleines, weißes Pflänzchen aus dem Vorjahr
erhalten geblieben. Aber nach und nach erschienen
dafür ganz von selbst auch zartrosa und weinrote
Blüten, die dann eigentlich in üppigen Gartensträußen
Verwendung finden sollten. Doch in diesem Jahr
dürfen sie an ihren selbstgewählten Standorten blühen.
Und wir sind schon jetzt gespannt, welche neuen
Varianten sich daraus entwickeln werden.



Samstag, 24. Mai 2008

Japanischer Schneeball


oder auch filziger Schneeball
Viburnum plicatum f. tomentosum

Schon am 16. April lässt sich deutlich erkennen, wo wir
uns in diesem Frühsommer auf seine Blüten freuen können.

Immer weiter schieben sich die Blütendolden empor.

Bis sie schön aufgereiht nebeneinander
auf den fast waagerechten Zweigen sitzen.

Erste grünlich schimmernde Blüten
im Randbereich der Dolden öffnen sich am 5. Mai.

Über Kopf, dort wo wir im letzten Sommer nach der Blüte
nicht seine Zweige eingekürzt hatten, füllt sich die Krone
immer mehr mit zarten grünlichen Blüten-Blättchen.

Am 9. Mai verwandelt sich das Gelb-Grün allmählich zu Creme.

Bis am 10. Mai das Creme nahezu verschwunden ist.

Nun ist Weiß die dominate Blütenfarbe.

Eigentlich würde dieser Strauch naturgemäß
mehr in die Breite als in die Höhe gehen, ...

... aber diesen Entfaltungsraum können wir ihm
im schattigen Südbeet unter Nachbars Apfelbaum
nicht mehr bieten. Also muss er in jedem Jahr
nach der Blüte ein paar Zweige einbüßen und erhält
im unteren Bereich eine etwas säulenartige Form.

Das bringt uns jedes Jahr bestimmt um einige Blütendolden.
Doch seine etwas kompaktere Form gefällt uns an diesem Standort.

Nach etwa 2 Wochen ist in diesem Frühsommer
seine Hauptblütezeit beendet. Jetzt dauert es noch einige Zeit,
bis sich der Strauch einfach nur in markante grüne Blätter hüllt.
Und dann gibt es schließlich noch eine schöne Herbstfärbung.

Fotos: SchneiderHein


Dieser Schneeball gehört zu der Gruppe an besonderen Gehölzen,
die wir uns 1997 vom Hochzeitsgeld bestellt hatten. Wir staunten
nicht schlecht, als wir auf einem Hof, auf dem unsere Bestellung
angeliefert wurde, ein kofferraumfüllendes Monstrum stand, das
wir zu dritt ins Auto hiefen mussten. Wolfgang hatte sich damals
bei der Bestellung für eine etwas größere Pflanze entschieden. Sie
war allerdings so groß, dass wir sie gar nicht mehr an den vorher
festgelegten Platz im Garten transportieren konnten. Nach einigen
Überlegungen erhielt der üppige Strauch nun diesen Platz. Weiter
hinten im Garten, wo er ursprünglich eingeplant war, hätten wir
heutzutage kaum etwas von seiner markanten Form und seinen
eindrucksvollen Blütendolden gehabt. Auch scheint ihm dieser
schattige Platz zu gefallen. Denn bei trockenem Wetter lässt der
japaniche Schneeball recht bald seine Blätter hängen. Aber bis
auf eine Düngung im Frühjahr ist er ansonsten pflegeleicht.

Hier haben wir noch ein paar Zusatz-Informationen gefunden.