Montag, 28. April 2008

Unsere offene Pforte



Wie unser Wildwuchs-Garten rund um den Steg am 1. Mai 2008
zur offenen Pforte aussehen wird, ist bei diesen frühlingshaften
Temperaturen nicht vorherzusagen. Denn nun übernimmt immer
mehr Weiß den Garten: Die ersten Knospen der Baumpäonie
könnten sich öffnen, die Ginster bekommen nach und nach immer
mehr weiße Zweige, die Apfelbäume blühen, der Waldmeister
bildet zusammen mit der großen Sternmiere weiße Blütenteppiche,
aber die verschiedenen Beinwellstauden haben ihren Höhepunkt
bereits überschritten. Dafür stehen jedoch andere Stauden und
Sträucher schon in den Startlöchern.

Wer das nun auch einmal real und nicht immer nur virtuell
erleben möchte, ist zwischen 15 und 18 Uhr herzlich eingeladen,
bei uns vorbei zu schauen. Ein paar zusätzliche Informationen
und den Blick zurück zum 1. Mai 2007 gibt es auf unserem
Blog SchneiderHein.


Sonntag, 27. April 2008

Wir sind ganz schön gemein ...

... erst werden Fotos gemacht,





... und dann verscheuchen wir das Entenpaar!

Fotos: S.Schneider


Montag, 21. April 2008

Teicharbeiten



Eigentlich sollte der Teichfilter schon wieder seit einiger Zeit
angeschlossen sein, aber das Wetter war in den letzten Wochen
einfach zu unfreundlich, um mit kaltem Teichwasser zu planschen.
Auch unseren Fischen war es wohl noch zu kalt, denn sie bettelten
noch nicht wieder um Futter. Leider ist unser Fisch-Thermometer,
ein Badewannen-Thermometer in Fischform, in diesem Winter
untergegangen und liegt noch immer, wie ein toter Fisch, am Grund
des Teiches. Daher können wir nur schätzen, ob die Wasser-
temperatur wirklich schon über 8 Grad Celsius beträgt, und die
Fische nun endlich wieder gefüttert werden können.

Durch das wärmere Wetter wachsen nun die Teichpflanzen
um die Wette, und binnen weniger Tage fiel der Wasserstand
extrem. Aber so erwärmt sich das Wasser schneller und
die Fische werden agiler. Manchen Wasserpflanzen scheint
dieser niedrige Wasserpegel zwischenzeitlich auch mal gut zu
bekommen. Und wir haben nun die Möglichkeit, den Teichrand
leichter vom Algenbesatz, abgestorbenen Pflanzenteilen und ein
paar eingewehten Blättern der nahegelegenen Buche zu säubern.

Aber nun wird es wirklich Zeit, den Pumpenkäfig zu reinigen.
In unserem Teich läuft die Pumpe das ganze Jahr, wird jedoch
für die Winterzeit in einem flacheren Teil des Teichs positioniert.
Durch die ständige Umwälzung bleibt die Stelle, wo das Wasser
zurück strömt länger eisfrei und es kommt mehr Sauerstoff in den
Teich. Das Hochsetzen der Pumpe sorgt dafür, dass unter der
Eisdecke, wenn die Fische ruhig am Teichboden überwintern, das
wärmere Wasser der unteren Schichten sich nicht so schnell abkühlt.

Den Teichschlamm müssten wir allerdings mal wieder aus der tiefsten
Stelle im Teich entfernen: Denn ursprünglich, im Herbst 2000, hatte
der Teich mal eine Tiefe von ca. 110 cm. Aber so viel Schwimm-
tiefe bietet er schon lange nicht mehr. Bei normalem Wasserstand
haben unsere Fische jetzt höchstens noch 85 cm Wasser über sich.
Wir scheuen uns jedoch davor, den Teich komplett zu entleeren. Es
hat lange Zeit gedauert, bis sich mit Hilfe von Teichbakterien ein
nahezu ausgewogenes System entwickelt hat. Trotz Fischfütterung
haben wir in den letzten Jahren klares Wasser und handhabbares
Algenaufkommen, das sich problemlos abfischen lässt. Daher
vertrauen wir lieber auf die Arbeit von Bakterien, die hoffentlich
auch in diesem Jahr wieder unseren Teichschlamm etwas abbauen.

Dieser Teichbewohner hilft uns bei der Arbeit gegen Algen und
abgestorbene Pflanzenteile: Allerdings fühlen sich Posthornschnecken
und Molche in unserem fischfreien kleinen Aluteich viel wohler.
Auch die Frösche halten sich inzwischen lieber zu sechst dort
in dem kleinen Tümpel auf. Leider haben sie uns im letzten Jahr
die Wasserlinse in den Teich am Haus eingeschleppt. Etwa 8 Jahre
blieben wir von dieser Pflanze verschont. Aber dann tauchten
die ersten Blättchen dieser wirklichen Plage im Aluteich auf.
Wahrscheinlich haben die Wander-Fröschen einen ersten Ableger
damals aus einem anderen Teich in der Nachbarschaft mitgebracht.
Hätten wir zu der Zeit gahnt, was das bedeutet, hätten wir penibel
jedes noch so kleine Blättchen aus dem Aluteich entfernt. Aber
nun ist es zu spät, und wir werden uns mit dieser zierlichen
Pflanze arrangieren müssen ...


Noch so eine Teich-Plage, die uns in den nächsten Jahren
reichlich Arbeit und Ärger bescheren wird: Das
Schilf. Die
beiden
Hochbecken am Teich sind als natürliche Pflanzenfilter
mit eigener Pumpenversorgung angelegt. Und Schilf soll da
hervorragend zur Wasserfilterung geeignet sein. Das tut es
auch. Aber ihm geht es offensichtlich so gut im Hochbecken,
dass es nur eine Frage der Zeit ist, wann die starken Wurzeln
das obere gemauerte Becken sprengen oder zumindest die darin
eingearbeitete Teichfolie zerstören. Alle anderen Pflanzen hat
das Schilf im Laufe von 7 Jahren nahezu verdrängt. Und die
mit dem Garten geerbten Springbrunnen-Fische, vom damaligen
2 qm Teich, werden auch wieder in ein paar Tagen hinter
einem dichten Dickicht verschwunden sein.

Bei dem vorderen Hochbecken haben wir die Bepflanzung
etwas günstiger gewählt. Hier rangeln verschiedene Iris-Arten,
Fieberklee, Wasserlobelien, Gnadenkraut und Binsen um die
besten Plätze. Dem
Sumpfvergißmeinnicht und der Bachbunge
war es hier oben zu voll. Die Vergißmeinnicht haben sich in
das davorliegende Steinfeld versamt, und die Bachbunge erhielt
einen anderen Platz. Aber sie scheint sich an unserem Teich
leider trotzdem nicht wohl zu fühlen.

Erst vor ein paar Tagen habe ich den 'Osterfeuer-Haufen' und
die
Winterabdeckung von den Becken entfernt und geshreddert.
Dem vorderen Becken hat die Buchsbaum-Deko überhaupt
nicht geschadet und auch das hintere Hochbecken legt jetzt
schneller los, als es uns eigentlich lieb ist.

So sah unsere Ideal-Vorstellung bei der Teichplanung aus:
Quadratische Trittplatten, die sich ganz leicht aus dem Wasser
erheben. Aber trotz sorgfältiger Vermessung mit Schlauchwaage
erreichen wir diesen Zustand nur ganz kurz, wenn wir mit der
Grundwasser-Pumpe den Teich befüllen. Außerdem müßten
wir die alten Platten neu ausrichten und noch eine dritte Lage
Betonplatten darauf verteilen, da beim Fluten des Teiches
einige Trittplatten gleich mit überflutet werden.

Und kaum ist der Teich etwas gesäubert, kommen die
leichten Frühlingswinde und verteilen reichlich Nadeln von
Fichten & Tannen auf der Wasseroberfläche. Ein Teil von
ihnen wird jedoch gleich beim Auffüllen und einer leichten
Überflutung in Richtung Hochwald mit hinaus geschwemmt.

Aber leider nicht die Wasserlinse. Sie hält sich gut an den
im Wasser umherschwimmenden Wurzeln des Fieberklees fest.

Bald darauf hat der Teich seinen 'natürlichen' Wasserstand wieder.
Nun sind wir gespannt, wann sich die Krebsscheren aus der Tiefe
erheben und ob sie wieder so schön blühen wie im letzten Sommer.

Noch ist der kleine Metall-Vogel neben der Mauer zu sehen.
Aber der Eidechsenschwanz kommt schon zwischen den
Steinen hervor. Und spätestens im Juni wird sich der Vogel
wieder auf Wanderschaft begeben.

Kaum vorstellbar, dass Mitte Juni hier kaum noch Wasser
zu sehen sein soll. Aber erst einmal freuen wir uns über
die ersten Blüten im Teich:

Die weiße Supfdotterblume, die trotz mehrfachem Raupenbesuch
zum Glück noch einige makelose Blütenblätter besitzt.

Und die gelbe Sumpfdotterblume, die wohl nicht so gut schmeckt, ...

oder für gefräßige Raupen zu feucht-sonnig steht.

Auch wenn es erst im Juni blüht, so ist das Mädesüß auch jetzt
schon eine eindrucksvolle Teichpflanze mit attraktivem Laub.

Und das nächste zierliche Blüh-Pflänzchen steht bereits
in den Startlöchern - das Wiesenschaumkraut.

Fotos: S.Schneider



Sonntag, 20. April 2008

Und plötzlich geht alles ganz schnell ...



... denn so sah unsere Kupfer-Felsenbirne -
Amelanchier lamarckii noch am 12. April aus.

Am 17. April schoben sich die weißen Blütenblätter
noch deutlicher aus den rötlichen Knospen hervor.

Viele Blüten standen jetzt kurz vor ihrer Entfaltung.

An sonnigeren Stellen öffneten
sich bereits erste Blütenkelche.

Und ganz außen präsentierten sich erste Blüten.

Noch überwiegt der Rot-Ton der frischen Blätter.

Aber 3 Tage später haben die strahlend weißen Blüten
die Hauptrolle übernommen.

Nun ist es eine Frage des Wetters, wie lange wir uns
an dieser Blütenpracht erfreuen können.

Aber wenigstens haben wir jetzt ihre Blütezeit
für unsere eigene Erinnerung hier eingefangen.

Fotos: SchneiderHein



Freitag, 18. April 2008

Wer war das?







Da hat jemand Schachbrettblumen zum Fressen gern ...

Fotos: S.Schneider



Dienstag, 15. April 2008

Ribes in Weiß ...



Ganz unscheinbar am Fuß der Magnolie steht
unser Ribes Strauch hinter dem Gartenteich.
Eigentlich habe ich ihn unter dem Namen
Blutjohannisbeere kennengelernt. Aber diese
rotlastige Bezeichnung trifft hier nicht so ganz
zu. Aufgefallen war mir eine weißblühende
Variante im letzten Frühjahr auf dem Blog
'Meine grüne Leidenschaft'. Und durch den Post
aus Österreich sensibilisiert, begegneten mir
hier bald darauf in zwei verschiedenen
Garten-Center auch weiße Ribes Sträucher.
Allerdings ebenfalls ausgezeichnet mit den
Etiketten der rötlich-pink blühenden
Sorte 'King Edward'.

Schon als Kind hatte mich dieser früh blühende
und duftende Strauch fasziniert. Daher wurde
ein pinkfarbender Ribes auch vor 12 Jahren
als einer der ersten Blühsträucher in unseren
Vorgarten gesetzt. Dort hat er sich inzwischen
gut entwickelt und ist übersät mit großen
Blütenrispen.
Nur dieser neue Magnolienbegleiter
hält sich mit dem überreichen Blühen noch zurück.
Wahrscheinlich hätte ich ihn im letzten Frühjahr
nach der Blüte etwas zurückschneiden sollen.
Denn bis jetzt haben wir gerade mal zwei
versteckte Blütenrispen entdecken können.

Und die sind zu unserer Verwunderung auch noch Rosa!

Erst ganz allmählich verwandelt sich das Rosa in Rosa-Weiß.

Im letzten Jahr hatte ich den Ribes mit nahezu reinweißen
Blüten gekauft. Wurde er damals so dunkel gelagert,
dass er erst in diesem Jahr seine kräftigere Farbigkeit
entwickeln konnte? Oder spielt die Luftfeuchtigkeit
bzw. das Wetter dabei eine Rolle? Ähnlich wie bei der
Schnee-Forsythie, die wohl je nach Frühjahrs-Wetter
mal weißliche und dann wieder ziemlich rosa-farbende
Blüten hervorbringen kann. Und sogar ihre Blütenfarbe
im Laufe des Frühjahrs verändert.

Auch wenn dieser Ribes nun statt Reinweiß
doch Zartrosa bleiben sollte, so freuen wir uns
trotzdem über seine frühes Laub und seine Blüten.
Nur nächstes Jahr könnten es ein paar mehr sein!

Fotos: SchneiderHein


Samstag, 12. April 2008

Komm' her, ich warte auf dich ...



Während wir uns am Rande des Erdbeerfeldes,
dicht über dem Boden über die blauen Blüten
freuten, kam die hungerige Zecke erwartungsvoll
unter einem Scilla-Blatt hervor ...


Fotos: SchneiderHein


Donnerstag, 10. April 2008

in voller Blüte



In diesem Jahr fällt die Hauptblüte der Magnolie
in die Regenzeit des Frühjahres. Wenn wir nicht
vom Treppenhaus aus einen Blick auf das Gehölz
hinterm Teich erhaschen könnten, hätten wir die
großen, gefiederten Blüten in diesem Jahr fast
verpasst. Zum Glück gibt es ja dann doch einige
Sonnenflecken, um die weiße Pracht aus der Nähe
zu genießen.

Der späte Frost nach den ersten warmen Tagen
hat bei den Blüten seine Spuren hinterlassen.
Überall haben die weißen Blätter braune Spitzen.

Die dunklen Spitzen lassen die Magnolienblüten
schon etwas abgetragen und fast nostalgisch erscheinen.
So als wolle die Natur ihre Spielart zum aktuellen Vintage-
Trend in den Dekorationen der Menschen liefern.

Doch die Nachzügler leuchten schon
wieder im makellosen Blütenweiß.

Fotos: SchneiderHein


Mittwoch, 9. April 2008

Eine Frage des Standortes



Im Februar sind die kleinen kugeligen grünen
Knospenansätze am braun-grauen Holz
der Scheinquitte - Chaenomeles japonica
ganz deutlich zu entdecken.

Bereits im März schieben sich an sonnigen Plätzen
die ersten gelblich-weißen Blütenblätter aus der
schützenden Knospenhülle hervor.

Anfang März öffneten sich auch schon die ersten Blüten
in meinem weißen Vorgarten in Braunschweig.

Dort steht seit fast 25 Jahren eine inzwischen
über 250 cm hohe Scheinquitte.

Ohne regelmäßigen Schnitt würde sie an diesem sonnig
geschützten Standort auf der Südseite der Hofeinfahrt
sicherlich schon die ganze Hofbreite für sich eingenommen
haben. Aber wir haben ihr dort nur eine begrenzte Fläche
von ca. 1m Tiefe und 2m Breite zugewiesen. Mehr Entfaltungs-
raum können wir ihr zwischen Wachholder und Hauswand
in dem schmalen Beet einfach nicht zugestehen.

Jedes Jahr erscheinen nach der Blüte ca. 30 -50cm
lange frische Triebe. Und dann stellt sich immer
wieder die Frage: Wann und wie den Strauch in die
passende Form bringen? In manchen Jahren ist seine
Wuchsfreude so groß, dass ein zweimaliger Rückschnitt,
nach der Blüte und nochmals im Sommer, erforderlich
ist. Bisweilen habe ich dadurch dann leider die Blüten-
menge für das folgende Frühjahr erheblich reduziert.

Aber im letzten Jahr habe ich es offensichtlich
genau richtig gemacht. In diesem Frühjahr steht
die Scheinquitte in meinem Vorgarten von Anfang
März bis Mitte April in voller Blüte.

Und hat sogar den zwischenzeitlichen
Wintereinbruch gut überstanden.

In unserem Wildwuchsgarten habe ich vor 12 Jahren
zwar schöne Plätze für unsere beiden Scheinquitten
ausgesucht, aber sie erreichen erst ganz mühsam
Höhen von 100 und 170cm. Auch sie werden regelmäßig
geschnitten, damit sie sich üppig verzweigen und
hoffentlich reichlich Blüten bilden. Aber im schattigen
Beet auf unserer Südseite brauchen sie wohl noch
ein paar Jahre, bis sie sich zu so eindrucksvollen
Sträuchern entwickeln werden.


Während der Strauch in meinem braunschweiger Vorgarten
nun langsam verblüht, beginnen unsere beiden Büsche im
Wildwuchs erst jetzt mit ihrer Blüte.

Fotos: SchneiderHein