Samstag, 19. Juli 2008

Die passt eigentlich nicht in unseren Wildwuchs ...



Aber die Yucca war schon vor 1996 in unserem Garten.
Damals hatten wir eine besondere Vorliebe für blau-
graue Stauden und Gehölze. Und auch ihr ausladender
Wuchs ist gerade in den Wintermonaten hinter dem
Aluteich reizvoll. So entstand schon bald in ihrer Nähe
eine Pflanzgruppe aus einer niedrigen blau-
grauen
Kiefer, einer Himalaya-Zeder und Katzenminze.

Und in diesem Jahr hat sie nun mal wieder eine Blütenrispe.
Während aber in den umliegenden Gärten die Yuccas schon
fast verblüht sind, war bei uns morgens am 12. Juli noch kein
einziges Blüten-Glöckchen geöffnet.

Am Nachmittag, nachdem die Sonne aus dem Garten
verschwunden war, sah es dort aber schon etwas anders aus.

Und zwei Tage später - am 14 Juli ...

hat sie ihr schönstes Blüh-Stadium erreicht.

Fotos: S.Schneider



7 Komentar(e):

Hillside Garden hat gesagt…

Moin,

du bist ja schon früh auf!
Die unvermeidliche Jucca fanden wir auch in unserem Garten, haben sie geduldet, dann bekämpft, dann eliminiert, und sie kommt immer wieder, aber diesmal lassen wir es nicht zu.
Sie paßt einfach nicht in einen waldnahen Garten!

Sigrun

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sigrun
Na, Du gehörst aber auch nicht zu den Langschläfern!
Also ich glaube, wenn wir sie nicht mehr haben wollten, dann wäre sie bei uns schnell zu eleminieren. Schließlich hatten wir sie damals an den Teich umgepflanzt.
Stimmt schon. Aber der Aluteich paßt bei uns auch nur bedingt - genau wie die Metallstühle und die strenge Betonfläche.
Und das gute ist, wenn sie nicht blüht, ist sie auch gar nicht so auffällig. Im Sommer ist sie überwuchert und im Winter ist die blau-graue Gruppe hinter dem Teich interessant.
Allerdings käme ich nie auf die Idee ihre Blüte mit einem Stab zu stützen. Zwischen Seggen und Rohrkolben ist ihre großen Blütendolde längst nicht so aufdringlich. Und auch der beginnende Eibisch mildert ihre sonst recht dominaten Blüten.

Margit hat gesagt…

Das Yucca-Winterfoto ist ganz zauberhaft! Ich mochte diese Pflanzen auch nicht, bis mir in diesem Jahr eine aufgedrängt wurde. Nun steht sie einsam da und freut sich schon auf ihre Verwandten, die im nächsten Jahr einziehen werden. Irgendwie habe ich Gefallen gefunden!
Liebe Grüße, Margit

Elke hat gesagt…

Irgendwie irritiert es mich immer, wenn Du hier schreibst, dass irgendwas nicht zu eurem "Wildwuchs" passt, das ist doch paradox - oder?
Wildwuchs als Überschrift und dann ein durchgeplanter Garten? Mir ist das bei den Farben schon ein paarmal aufgefallen. Ich verstehe ja, wenn man bestimmte Farben und Blumen besonders gerne oder weniger mag, aber dieses Aussortieren finde ich ein bisschen widersinnig. Die blühende Yucca gefällt mir sehr gut :-)
LG - Elke

SchneiderHein hat gesagt…

@ Margit
Ich mag sie nicht als Solitär-Pflanze. In trockenen Regionen ist das allerdings etwas anderes.
Im Garten mochte Yucca-Blätter und Blüten schon immer. Nur das Theater um diese Blüten fand ich überflüssig. Entweder sie blüht, oder sie lässt es bleiben. Und mit einem dicken Stock an der Blütenrispe machte sie mir keine Freude.
Das ist auch der Grund, warum ich mich oftmals nicht über Gladiolen im Garten freuen kann. Wenn sie sich einfach biegen dürfen, finde ich sie viel reizvoller.

@ Elke
Da hast Du das kleine Wörtchen 'eigentlich' nicht berücksichtigt. Normalerweise gehört eine Yucca nun wirklich nicht in einen naturnahen Garten, genauso wenig wie englische Rosen, frostempfindliche Sträucher wie Cornus Florida Plena und unendlich viele andere Pflanzen, die wir hier eingebracht haben. Darum sprechen wir ja auch nicht von einem Naturgarten. So ein Garten würde für uns nur aus einheimischen Pflanzen & Gehölzen bestehen. Wobei sich dann schon wieder die Frage stellt, was heute noch als einheimisch bezeichnet werden kann.
Früher hatten wir es mal als kontrollierten Wildwuchs überwiegend in Weiß/Blau bezeichnet. Aber vieles entzieht sich in letzter Zeit unserer Kontrolle - nicht nur die Pflanzenfarben. Da klingt Aufsicht etwas milder. Denn wie schnell kann es zum Beispiel Eltern passieren, dass sie in einem unachtsamen Moment ihre Aufsichtspflicht verletzten ...
So ist das auch mit unserem Garten. Es ist immer ein Wechselspiel zwischen wachsen lassen, beobachten und notfalls zum Schutze der ein oder anderen Pflanze eingreifen. Und es gibt reichlich Kraut, ausgesamte Bäume, Efeu usw., die auch wir deswegen nicht oder nur in Maßen dulden können. Aber wesentlich weniger, als in einem Garten mit einem gepflegtem Rasen, wo kein Kraut geduldet wird und die Beete am Besten durch Rasenkantensteine fern gehalten werden.
Auch Unkraut hacken gibt es bei uns nicht. Die Pflanzen, die ich nicht kenne, dürfen sich ersteinmal entwickeln und wenn sie nach unserem Empfinden 'unpassend' blühen, wird entschieden, ob es eventuell einen anderen Plätzchen für sie gibt.
Wir mögen nun einmal kein bunt, und darum gibt es auch die Unterzeile unter unserem 'Wildwuchs unter Aufsicht'. Was jemand unter Wildwuchs versteht ist wirklich ganz individuell. Es gibt viele, die unseren Garten schon als viel zu wild und durcheinander bezeichnen.

Aber so, wie die Yucca dort nun von Seggen und Eibisch umspielt wird, passt sie sehr gut in unsere Vorstellung von Wildwuchs im Garten.

Barbara hat gesagt…

Ich muss ganz beschämt gestehen, dass ich während mindestens vier Jahren nicht wusste, was sich da zwischen der Hortensie Annabelle und dem Schneefelberich so unerwartet eingenistet hatte und immer nur Blätter zeigte. Und diesen Sommer hat diese "Blätterpflanze" zum ersten Mal geblüht. Es ist eine Yucca! Sie steht noch, aber so richtig begeistert bin ich auch nicht von ihr, sie passt irgendwie nicht in "mein" Gartenbeetbild....
Liebe Grüsse, Barbara
LG, Barbara

SchneiderHein hat gesagt…

@ Barbara
Zwischen Hortensie & Schneefelberich würde sie mir wohl wegen ihrer Höhe auch nicht gefallen. Da hat sie hinter unseren Seggen vom Aluteich schon einen günstigeren Standort. Zumal die Rosen gerade eine Blühpause haben, und der Eibisch erst am Ende ihrer Blütezeit begann. Da sie keinen Haltestab hatte, versinkt sie jetzt malerisch im Beet.