Donnerstag, 1. Mai 2008

Um den 1. Mai herum - Teil 3



Unter der Wight Flight an der Mauer steht die
Clematis Early Sensation, die jetzt sogar 2 Blüten
hervorbringt. Die erste prachtvolle Pflanze war uns
nach dem Umsetzen an die Teichmauer eingegangen,
und der zweite Versuch hatte sogar nur einige Wochen
überlebt. Unser dritter Versuch war über den Winter,
und zum Glück auch noch zum Spätwinter um Ostern,
dick in Taxus-Zweige verpackt. Sonst wäre sie uns
sicherlich auch wieder eingegangen. Nun sind wir
gespannt, ob ihr immergrünes Laub den etwas kahlen
unteren Bereich der Wight Flight allmählich verhüllt.

Kraftvolle blau-grüne Hostas mal von oben betrachtet.

Eine höher gelegene Knospe der Clematis Gladis Picard,
die in einem alten Buchsbaum an der Nachbarsgrenze klettert.

Und hier ist nun der unordentliche Teil unseres Gartens
zur offenen Pforte. Hinter der Teichmauer unter der
Sauerkirsche, auch gelbe Seite des Gartens genannt,
haben wir seit dem letzten Herbst nur noch
fotografiert,
die Rosen gedüngt, und ab und zu gegossen. Denn hier
lauern Zecken. Daher ist dieser Teil des Gartens nur
noch gut verhüllt und möglichst mit Anti-Zecken-Spray
eingenebelt zu bearbeiten. Und dazu hatten wir vor
diesem Termin wirklich keine Lust. Außerdem ist der
Blick für viele unserer Besucher von diesem Standort
aus ausreichend, so dass sich die meisten von ihnen
auch gar nicht in die Gefahr begeben.


Malerisch klettert jetzt das Efeu am Stamm der Sauerkirsche
empor. Aber bei der nächsten Aufräum-Aktion wird es wieder
auf den Boden verbannt.

Am Fuß der Sauerkirsche, mitten im Efeu, haben sich
die ersten Blüten vom Bärlauch entwickelt. Wie lange
es wohl nun dauert, bis er hier im Mauerschatten
eine größere Fläche einnimmt?

Hinter dem Baum stehen rechts und links am Weg
umgepflanzte Hasel-Sträucher, die fleißigen
Eichhörnchen als Nüsse überall im Garten verteilt
hatten und dann doch nicht mehr benötigten.

Die Rosen Dupontii, Gruß an Zabern und Double Cream
stehen im sonnigeren Bereich auf der rechten Seite
zum Nachbarzaun. Dupontii und Gruß an Zabern haben
inzwischen Höhen um die 3m erreicht. Zum Glück mögen
unsere Nachbarn die weißen Besucher, die sich nicht
für Grenzen interessieren. Und wir genießen Ihren Anblick
vom Badezimmerfenster aus.

Diesen Bambus sollte ich demnächst mal umpflanzen.
Er hält sich überhaupt nicht an den ihm zugewiesenen
Platz am Regenfass und treibt munter Ausläufer. Aber
in diesem Bereich, hinter dem Regenfass und dem Regal,
halten sich in den Sommermonaten tagsüber gerne Igel
auf. Und wo Igel schlafen, sind auch die Zecken nicht
fern. Im letzten Sommer haben wir häufiger Igel mit
3-6 Zecken gesehen, die dann in so lauschigen Ecken
gern von einem Wirt zum nächsten wandern.

Aber nun wieder zu den schöneren Dingen des Gartens:

Die Mahonie Winter Sun bildet einen kräftigen Trieb
in ihrer Mitte aus.

Die Elfenblume blüht hier im Schatten etwas später
als
unter dem sonnigeren Efeu-Apfelbaum.

Waldmeister und gelbe Erdbeeren teilen sich
die Flächen zwischen den Trittplatten.

Und unter der Sauerkirsche hat sich eine Eberesche
ausgesamt. Leider konnte ich an keiner unserer kleinen
Bäume bis jetzt eine Blütedolde entdecken.

Farne fühlen sich in diesem schattigen Gartenteil
natürlich besonders wohl.

Diese alten zerbrochenen Töpfe und die
Wasserhyazinthen-Kugeln sind nun schon
so lange ausgelagert, dass das Efeu von
ihnen Besitz ergreift.

Und da sind wir wieder am Beet hinter dem Teich,
mit Blick auf noch mehr Funkien.

Vor dem Hochwald, rechts von der Magnolie
und hinter dem Bambus, arbeitet sich der
Rambler Polstjärnan allmählich im Wachholder hoch.

Doch am Teich gibt es eben mehr zu sehen:

Binsen geben dem Wiesenschaumkraut halt.

Aber frei stehend am Ufersaum,
kommen sie noch schöner zur Geltung.

Ein Frosch tarnt sich in der verlandenden grasigen Zone.

Und verschwindet dann doch lieber im schützenden Igelkolben.

Der Fieberklee erhebt sich aus dem Wasser und
die Krebsschere steigt langsam vom Grund auf.

Die beiden Kois sonnen sich in trauter Zweisamkeit
in der Flachwasserzone.

Der schmalblättrige Froschlöffel schiebt sich aus
dem feuchten Element hervor ...

und der breitblättrige Froschlöffel durchstößt die Wasserfläche.

Bald tanzen die Tanenwedel über dem Wasser.

Fotos: SchneiderHein


Im 4. Teil der Reise durch unseren Garten geht es
über den Hochwald zum verschlungenen Buchen-Blatt-
Trampelpfad bis zur Mirabelle.



Kommentare:

Elke hat gesagt…

Auf jeden Fall wirkt euer Garten zu jeder Zeit und offenbar auch aus jedem Blickwinkel romantisch und ein bisschen verwunschen - vielleicht bis auf den Zeckenbereich, wenn man's erstmal weiß ;-)
Liebe Grüße
Elke

HaBseligkeiten hat gesagt…

...so schöne Gartenfotos, hab noch viel aufzuholen von meiner internetfreien Zeit :)
Bin beeindruckt wie nah Euch der Frosch gelassen hat.Bei uns sind sie ziemlich scheu.
Unser Gartenteich ist durch die lange warme Trockenzeit noch ziemlich veralgt,ich hoffe er berappelt sich bald.
Sonnige Grüße, Heidi

SchneiderHein hat gesagt…

@ Elke
Darum sehe ich mir an manchen Tagen auch lieber die Fotos von Wolfgang an, anstatt mich zu verhüllen und in den lauschigen Ecken selbst in Gefahr zu begeben ... ;-)

@ Heidi
Über unsere Frösche bin ich auch erstaunt, zumal Maus und Allegra häufiger auf der Lauer liegen, aber zum Glück nicht schnell genug für die grünen Hüpfer sind.
Uns macht die Wasserlinse mehr zu schaffen als die Veralgung. Allerdings in ein paar Tagen ist eh' kein Wasser mehr zu sehen. Dann kommt schon wieder das Freischneiden, damit wir ab und an noch einen Fisch im Teich entdecken können.