Dienstag, 31. Juli 2007

Swany an Geißblatt mit Clematis



Eigentlich sollte die Swany eine Bodendeckerrose sein.
Dass sie jedoch höher hinaus kann und will, beweist sie uns
seit vielen Jahren. Anfänglich haben wir ihre Triebe in
einem Liguster aufgerichtet. Dann schlug sie jedoch einen
ganz anderen Weg ein: Quer über den Rhododendron hin
zur Korkenzieherhasel. Den neben ihr stehenden Cornus Kousa
hat sie allerdings auch bereits als Rankgerüst eingenommen.
Ihre Hauptblüte scheint in diesem Jahr beendet, aber ein paar
Blüten bringt sie zeitweilig trotzdem noch hervor.

Vor ein paar Jahren hatte sich ein Geißblatt in ihrer Nähe
ausgesamt und wir ließen es gewähren.

Diese frischgrünen Blätter und kleinen behaarten Knospen
erscheinen fast ununterbrochen seit Anfang Mai zwischen
den Ranken der Swany.

Schon wenige Tage später werden aus den rötlich-grünen Knospen
rahmweiße Blüten.

Und wenig später entfalten sie sich.

Im Verblühen werden die Blütenblätter gelb
und fallen schließlich zu Boden.

Aber es dauert nicht lange, bis sich dort
kleine grüne Beeren bilden.

Ein anderes Rankgewächs, dass die Swany
umspielt, ist die Clematis jouiniana. Ihre ersten
Blüten erschienen bereits Mitte Juni, aber jetzt,
wenn nur noch vereinzelt hier und da eine Rosen-
knospe erscheint und auch das Geißblatt weniger
Blüten hervorbringt, übernimmt diese Clematis die
Hauptrolle in der Pflanzgemeinschaft.

Zahlreiche Blütenknospen stehen bereit
ihre zartvioletten Blätter zu enfalten.

Weit geöffnet sind die einzelnen Blüten
nur ca. 20-25mm groß und daher recht
unscheinbar in dem üppigen Blattwerk.

Aber wenn sich gleichzeitig die vielen
kleinen Blüten öffnen, ziehen sie sogleich
die Aufmerksamkeit auf sich.

Aber auch das Geißblatt setzt sich jetzt
wieder in Szene: Überall blitzen seine kleinen
glasig-roten Beeren hervor.

Rahmweißes Geißblatt, seine grünen und roten Beeren
und die zartvioletten Blüten der Clematis in einer Einheit.
Nur die Swany wollte nicht mit auf's Bild ...

Fotos: S.Schneider & W.Hein



Samstag, 28. Juli 2007

Wiese


Der Teich, der Steg mit Allegra und dahinter
unsere kleine Wiese. Keine typische Wildblumen-
wiese, wie wir sie eigentlich gerne hätten:
Zum Beispiel mit Gänseblümchen, Mageritten,
Kornblumen, Wilder Möhre und anderen Pflanzen
aus Feld und Flur. Vieles von unserer Wunschliste
blieb nur kurze Zeit oder die Saat lief gar nicht erst
auf. Aber nach 7 Jahren bietet sich uns nun trotzdem
eine abwechselungsreiche grüne Fläche auf der es
einiges zu entdecken gibt.

Die Zitronenmelisse steht direkt am Steg.
Zeitweilig werden ihre Zweige etwas eingekürzt,
da sie sonst zu viel Raum auf der kleinen Fläche
beanspruchen würde.


Ihre fast unscheinbaren weißen Blüten
locken zahlreiche Insekten an.

Zwischen den lanzettförmigen Blättern
des Spitzwegerichs finden sich Saatstände
und noch eine Blüte vom Weiß-Klee.

Dieses Gras wiegt sich im Winde
und glitzert im Sonnenlicht.

Die Blütenkolben des Spitzwegerich,

seine beginnende Blüte

und etwas später mit ausgestellten Staubfäden.

Eine wilde grüne Mischung mit ein paar Blüten.

Die Nachtviole stand im letzten Jahr noch weit
entfernt von der Wiese im mittleren Teil des Gartens.
Dort war sie plötzlich verschwunden. Dafür haben
ihre Samen wohl hier den richtigen Platz gefunden.

Vom Teich kam die Wasserminze in die Wiese.
Sie mag wahrscheinlich auch trockene Füsse.

Seit Jahren haben wir immer wieder Saat
vom Steinklee gesammelt und hier ausgestreut.
Endlich hat sich nun ein Pflänzchen entwickelt.

Seit einigen Wochen bringt dieser Klee
jetzt immer neue Blütenrispen hervor.

Das "Streublümchen" hat in diesem Jahr
auch seinen Platz in der Wiese gefunden
und blüht seit Monaten zwischen den
verschiedenen Gräsern.

Die Bertramsgarbe steht recht schattig
und beginnt erst jetzt langsam mit der Blüte.

Dafür haben einige Gräser schon ihre Ähren ausgebildet.

Trotzdem erscheint die Fläche
auch ohne Rückschnitt noch recht grün.

Der Wiesenkerbel bevorzugt die Nähe zur Tischgruppe.

Ein ganz besonderes Pflänzchen ist
dieses Orchideengewächs:

Der Breitblättrige Sumpfwurz.

Vor einigen Jahren hatten wir ihn bereits
im Garten entdeckt. Dann war er verschwunden
und taucht nun an drei verschiedenen Stellen
in der Wiese wieder auf. Mit seinen 20-30 cm Höhe
und seinen grünlich-violetten Blüten versteckt
er sich im Grün. Nur wenn das Sonnenlicht durch
die Weide auf ihn fällt, tritt er deutlicher hervor.

Ebenso wie dieses Gras mit kleiner Schnecke.

Am Rand steht eine ausgesamte Kermesbeere.

Umgeben von Zitonenmelisse, Waldmeister
und etwas Ruprechts-Storchschnabel, der
hier zeitweilig geduldet wird.

Am Wiesenrand vor dem Wald steht
die krautige Waldrebe - Heracleifolia "Cote D'Azur".
In diesem Sommer sind ihre Triebe wesentlich länger
als in den Jahren zuvor geworden. Sie kriechen
nun vereinzelt durch die Wiese und ihre Blütentriebe
erheben sich vom Wiesengrund.

Das ist zur Zeit das einzige Blau in der Wiese.
Pfirsichblättrige Glockenblumen, Günsel und
Gundermann hatten bereits ihre Blütezeit.

Dafür werden jetzt diese Blüten einen Teil
der Wiesenfläche bis in den Spätsommer hinein
in ein blau-violettes Blütenmeer verwandeln.

An einer anderen Stelle hat sich eine Malve
ausgebreitet. Ohne Stütze liegen ihre Zweige
am Boden, aber ihre Blüten streben sogleich
wieder empor.

Im Randbereich der Wiesenfläche haben wir es
in diesem Frühjahr nocheinmal mit einer
Schaumblüte versucht. Ihr erster Standort im
Wald war anscheinend zu dunkel und trocken.


Jetzt erfreut sie uns erneut mit ihrer Blüte,
obwohl ihre Hauptblütezeit der Mai ist.

Fotos: S.Schneider & W.Hein

Freitag, 27. Juli 2007

Bloggers for Positive Global Change. Sind wir das?


Yolanda (Bliss) sagt ja, denn sie hat uns vor ein paar Tagen diesen
Preis verliehen. Wir fühlen uns auch mächtig geehrt und danken
Yolanda für diese Nominierung.

Aber inzwischen kommen uns Zweifel, ob wir diesen Award wirklich
verdienen. Wir haben zwar einen wilden Garten, der oft natürlicher
aussieht als er in Wirklichkeit ist. Wir schreddern unsere Garten-
abfälle, sammeln Regenwasser und Schneckenkorn oder ähnliches
kommt uns allein wegen der beiden Katzen nicht in den Garten.
Aber die meisten unserer Pflanzen kommen aus aller Welt und sind
im gekauften Pflanzcontainer eingewandert. Unser Dünger stammt
aus dem Paketen der Chemieindustrie. Außerdem sitzen wir viel
zu oft im Auto, kaufen unsere Lebensmittel lieber, anstatt sie wie
Yolanda in einem eigenen Gemüsegarten anzuziehen. Mit dem
Kapitel "vergessene Gemüse" haben wir das Thema des eigenen
Anbaus schließlich ganz aufgegeben.

Vor ein paar Tagen haben wir bei Andrea´s Garden Blog einen
Post zum Earth Day Footprints gefunden. Einen Test zum eigenen
Ressourcenverbrauch. Das Ergebnis war vernichtend. Wenn nicht
irgend jemand so ca. 2,7 Planeten noch in der Hinterhand hat,
dann benötigen wir einfach zuviel Erde. Und das wird sich auch
nicht so schnell ändern. Also eigentlich dürfen wir uns wirklich
nicht Bloggers for Positive Global Change nennen.


Wer den Test noch nicht gemacht hat, sollte es ruhig mal versuchen.
Und wer dann es schafft, unter den Durchschnitt zu kommen, darf
sich mit Fug und Recht
Bloggers for Positive Global Change nennen
und das entsprechende Logo auf seiner Seite einfügen.


Wer aber wie wir im Glashaus sitzt, sollte nicht mit dicken Preisen
umherwerfen. Also sollten wir auch niemanden nominieren.

Aber wir sind Andrea natürlich dankbar, dass sie auf diesen Test auf-
merksam gemacht hat. Wir bewundern Gisela immer noch für ihr
Engagement gegen umhervagabundierende Einkaufswagen in Toronto.
Und das Edith mit ihrem Blog
Wanderungen durch die Natur, Kindern
Landschaft, Natur und Ökologie nahe bringt, ist auf jeden Fall eine
gute Investition in die Zukunft.


Sonntag, 22. Juli 2007

Blau bis Violett



Der Sommergarten ist dicht und grün. Nur vereinzelt zeigen
sich blaue Blüten neben den weißen Rosen. Im Steinfeld vor dem Teich
hat sich die kleine Braunelle - Prunélla vulgáris von selbst angesiedelt.

Zwischen den grauen Schottersteinen stehen die kleinen Eroberer
inzwischen dicht an dicht. Nur für eine kurze Zeit erscheinen die
feinen Blüten entlang der grünen Ähren der Braunelle.

Ganz versteckt an einer alten Betonplatte ist diese Blüte
zu entdecken:

Scabiosa columbaria "Butterfly Blue".

Die langen Triebe des Wiesenstorchschnabels - Geranium praténse
finden Halt in einer Rose.

Zarte Blüten umspielen die Nadeln der Himalaya-Zeder.

Die Glockenblume - Campanula lactiflora schiebt sich jedes Jahr
wieder zwischen die waagerechten Zweige des Nadelbaumes.
Die Staude nutzt sie als natürliche Stütze für ihre überreich
blühenden Rispen.



Die Moschusmalve - Malva moschata "Demar Marina"
blüht seit Anfang Juni ohne Pause.

Inzwischen umspielt sie wie ein Bodendecker die alte Betonplatte.

Die Clematis "Warszawska Nike", im letzten Jahr gepflanzt,
blüht noch ganz versteckt in der Hasel.

Diese namenlose Clematis blüht für uns im Verborgenen.
Im Wald an einen alten Birnbaum an der Grenze gepflanzt, will
sie jedes Jahr höher hinaus und erfreut dort unsere Nachbarn.

Für dieses Foto mussten wir uns durch das "Dickicht"
zur Grenze schlängeln. Gerade noch rechtzeitig,
bevor die letzten Blütenblätter fallen.

Die erste Knospe der Clematis "Multi Blue". Seit dem letzten
Herbst steht sie hinter dem Teich vor den Wachholdern.

Ihre dunkelviolette Blüte hebt sich deutlich
von der grünen Grenze zum Nachbarn ab.

Der Sommerflieder - Buddleja davidii "Empire Blue" bildet eine
zusätzliche Rankhilfe für die Clematis. Beide Blütenfarben passen
in ihrem Dunkelviolett mit tiefroten Mitten perfekt zusammen.

Der dunkelviolette Sommerflieder ist, trotz voller Sonne,
ein "Spätentwickler" im Vergleich zu den helleren Varianten,
die schon eifrig Insekten anlocken.

Direkt am Haus duftet ein etwas hellerer Sommerflieder.
Er hat sich zwischen den Steinfugen selbst ausgesamt. Obwohl
er kaum ein Pflanzbett für die Wurzeln haben kann, wird er
jedes Jahr ausladender und üppiger. Selbst an heißen Tagen
leidet er scheinbar weniger unter der Trockenheit als die anderen
Sommerflieder im Erdreich.

Auf dem Hochbeet erscheint die erste Blüte
des Hibiscus syriacus "Mariana".

Die Sternblume - Brodiaea, eine Zwiebelpflanze,
erlebt ihre erste Saison am Wiesenrand.


Weit empor recken sich die Rispen des
Ehrenpreis - Veronica longifolia "Blauriesin".

Sein kräftiges Blau ist inzwischen in unserem Garten
ein seltener Gast geworden.


Die Blütezeit des Salbeis "Ostfriesland" ist für dieses Jahr
schon wieder beendet. Seine reizvollen Saatstände halten
dafür bis weit in den Sommer.

Fotos: S.Schneider & W.Hein