Dienstag, 29. Mai 2007

Schon ganz schön Grün



Inzwischen ist der Grün-Elfe das Grün
über den Kopf gewachsen.

In der Wiese tummeln sich
großer und kleiner Weiß-Klee.

Allegra erntet ihr hohes Gras nun kopfüber vom Hochbecken.


Üppige Variationen von Grüntönen und Blattstrukturen umgeben
die Teichlandschaft. Auch die freie Wasserfläche im Teich
verringert sich von Tag zu Tag - die beiden Seerosen,
der Fieberklee und das Schilf wuchern. Nur die ausläufertreibende
Dünenrose links vom Steg setzt zur Zeit einen weißen Farbakzent.

Allerdings sind die meisten ihrer Blüten schon abgefallen.

Das Weiß der Wiesenraute und die
kleinen Sumpfvergißmeinnicht sind in
diesem Grün am Teich kaum wahrnehmbar.

Die weiße Kuhschelle hat inzwischen
ihren Saatstand ausgebildet und tarnt
sich im Grün ähnlich einer Clematis Alpina.

Die Saatstände der Baumpäonie
sind da schon etwas auffälliger.

Zwischen 2 Funkien, der Magnolie
und Walderdbeeren kommt unsere
erste Pfingstrosenknospe hervor.

Die Morgenstern-Segge sucht Halt
in der Bartblume und die Herbstaster
gesellt sich auch schon dazu. Im
Vordergrund versucht sich die Dünenrose
durch Ausläufer mehr Raum zu verschaffen.

Maus überlegt noch, wie sie ihren Weg
fortsetzen soll, denn inzwischen liegen
die Spornblumen über den Betonplatten.

Also zurück zum Steg.

Von hier aus läßt sich der Wald
viel angenehmer betrachten.

Auch der Blick in den mittleren Garten
ist von hier aus noch übersichtlich. Doch
der Weg links zum Hochwald ist schon
vom Grün verdeckt.

Lässt man den Hochwald mit dem
Komposthaufen hinter sich, kommt
man rechts zum Mulchweg. Die 3 ver-
schiedenen Beinwellflächen sind jetzt
ebenfalls nur noch Grün. Ebenso der
wild wuchernde Waldmeister. Aber
auf der linken Seite und am Ende
des Weges stehen schon einige Rosen
in den Startlöchern.

Grün kommt noch etwas weiß-blühendes
namenloses daher. Die Blütezeit dieser
Staude beginnt erst in ein paar Wochen.

Der Geißbart hingegen braucht an manchen
Stellen wohl nur noch ein paar Tage.

Blickt man vom Steg in den mittleren Teil
des Gartens, so überwiegt auch hier im
Moment üppiges Grün. Beim genaueren
Betrachten lassen sich noch ein paar blaue
Akeleien erahnen, aber Rosen und
Schneefelberich sind noch gut versteckt.

Die Akeleien nehmen durch ihre Saatstände
langsam Tarnfarbe an.

Die Knospen der Rasselblume hingegen kommen erst zum Vorschein.

Hätten wir hier Rasen, wäre es uns jetzt zu viel Grün.

Die Prachtspiere ist inzwischen schon
geschnitten. Ihre bis zu 50cm langen
Triebe
ließen diesen kleinen Strauch
zu wild aussehen. Außerdem waren seine
Saatkapseln im Blättergewirr verschwunden.

Das Geißblatt auf der lange verschatteten
Südseite zeigt erste weißliche Spitzen.

Das niedrige Ehrenpreis in seiner Nähe
hüllt sich noch in Grün.

Der Weg von der Betonfläche zum Gemüsebeet:
Hier blühten vor ein paar Tagen noch Stern-Miere,
Günsel, Rhododendron und Spieren. Nun hat auch
die Scheinakazie ihre Blütenblätter abgeworfen.

Im vergessenen Gemüsebeet blüht ein
Wolfsmilchsgewächs, dass angeblich Wühl-
mäuse
vertreibt. Das wäre auch gut so,
denn nach dem Maulwurf kamen natürlich
die Wühlmäuse ins Beet.

Hinter dieser Hecke befindet sich das ehemalige Gemüsebeet.
Im Herbst wird diese Fläche endlich eine neue Aufgabe erhalten:
Ein paar kleine Rosen sollen dort größer werden, um später in
unseren Beeten bestehen zu können.

Die Viridiflora in ungewöhnlich aufälliger Farbe.
Eigentlich steht sie gut getarnt hinter dem
Liegestuhl im Erdbeerfeld, aber in diesem
Jahr tendiert ihr Grün zu Creme und Rosa.

So grün ist der Blick zur Mirabelle am Ende
des Erdbeerfeldes. Die Rosa Longicuspis und
Lykkefund bereiten aber schon ihren Auftritt vor.

Dieser Mohn macht es besonders spannend:
Vor vielen Jahren gekauft, ist dies nun
seine erste Blüte. Ob sie wirklich weiß ist?

Die weiße Wiesenraute unter dem
Efeu-Apfelbaum ist auch schon wieder Grün.

Zum Schluß noch ein Hauch von Blau.

Fotos: S.Schneider & W. Hein

Sonntag, 27. Mai 2007

Variationen von Weiß



Double Cream - R. Spinosissima Hybride

Katharina Zeimet - Polyantha Rose

Botzaris - Damaszener Rose

Gruß an Zabern - Multiflora Rambler.
Diese Rose haben wir im letzten Jahr
erst nach der Blüte aus der B
aumschule
Schütt bei Itzehoe mitgenommen. Nun
waren wir ganz gespannt auf ihre erste
Blüte. Aber diese Gruß an Zabern sah in
natura plötzlich vollkommen anders als
in unserem Rosenbuch aus: Dort sind die
Blätter hellgrün und die Blüten gefüllter.
Unsere Blütengröße liegt zwischen
45-50mm - in unserem Buch wird sie mit
30mm angegeben. Als wir die Historischen
Rosengärten, eine Rosengärtnerei bei
Hannover besuchten, entdeckten wir eine
andere wunderschöne Gruß an Zabern.
Die Unterschiede sind für leidenschaftliche
Sammler so entscheidend, dass wir nun
auch diese Variante besitzen:

Gruß an Zabern - Multiflora Rambler.
Historische Rosengärten, Hannover:
Ihre Blätter sind hellgrün, die Knospen
reinweiß, die Blüten gefüllter aber
mit 35-40mm kleiner als die Variante
von Schütt. Und immer noch anders
als in unserem Rosenbuch ...

White Meidiland - Bodendeckerrose

Jeanne d'Arc - Alba Rose

Moonlight - Moschata Hybride

"R. Canina weiß" - Wildrose, stand auf
dem Schild. Unsere Rosa Canina hat einen
Hauch mehr Rosa und auch die Blätter unter-
scheiden sich in Größe, Form und Farbe.
Endlich haben wir mal wieder eine rein-
weiße Wildrose entdeckt, und das auf
eine etwas ungewöhnliche Weise:
Welche Rose in diesem Topf ursprünglich
mal verkauft werden sollte, ist uns nicht
bekannt - denn sowohl die veredelte Rose
und auch ihr Schild sind verschwunden.
Übrig blieb in diesem Topf nur die
unbekannte Veredelungsunterlage.

Repens Alba - R. Rugosa Hybride

"Schneeweißchen ohne Rosenrot" - Multiflora Hybride.
Ein Kaskadenstamm, dessen Veredelung abgestorben
ist. Übrig blieb nur das Schild mit dem Namen Super
Dorothy. Da seine wilde und wüchsige Veredelungs-
unterlage für uns viel interessanter war, fand dieser
fast 2m hohe Stamm mit seinen weit überhängenden
Zweigen im letzten Herbst einen Platz in unserem Garten.

Um weitere Variationen von Weiß zusehen, lohnt sich ein
Blick in unseren Post vom letzten Sommer "Einige Rosen".
Die dort gezeigte Dünenrose ist bereits fast verblüht,
aber für viele unserer anderen Rosen beginnt jetzt erst
wieder die Blühsaison.

Fotos: S.Schneider & W.Hein


Samstag, 19. Mai 2007

Einfach Blau


Der zeitige Frühsommer treibt viele Blüten und bringt uns
traumhaft schöne Kombinationen, die wir so nie erwartet
hätten. In diesen Tagen ist ein Teil des Weges zum Beet
der vergessenen Gemüse einfach Blau.

Den Anfang macht die Bergflockenblume - Centaurea montana.

Werden und Vergehen sind in diesen Tagen nahe
beieinander. Während vorne die weit gefiederte
Blüte schon ihre Blätter abwirft, steht dahinter noch
eine markant geschuppte Knospe.

Der Horst mit über 10 Blüten steht schon lange an diesem
Platz unter den hinteren Apfelbäumen.

Wirklich früh dran ist in diesem Jahr der blaue
Eisenhut - Aconitum, der die ersten charakteristischen
Blütenrispen aus seinem dichten Laub schiebt.

Obwohl diese Staude eng mit dem Rittersporn
verwandt ist, gibt es einen entscheidenden
Unterschied. Während sich der Eisenhut jedes
Jahr weiter versamt, wird jeder Rittersporn
konsequent von den Schnecken niedergemacht.

Die Iris Sibirica steht in dichten grasigen
Horsten an mehreren Stellen im Garten.

Obwohl diese Iris in der Regel als Sumpfpflanze
gehandelt wird, fühlt sie sich bei uns im Land viel
wohler als am Teich. Nur die weiße Variante ist in
unserem Garten überall wieder verschwunden.

In vielen Gärten stehen im Moment die hoch
aufgerichteten Akeleien - Aquilegia vulgaris in
voller Blüte. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten
vermehren sich die bis zu 1m hohen Stauden zahlreich
und tauchen an immer mehr Stellen im Garten auf.

Die meisten blauen Varianten haben hängende Blüten.
Einzelne Exemplare richten ihre Blüten nach oben
oder sind zweifarbig. Da in einzelnen Horsten immer
wieder rosa Farbschläge auftauchen, gehen wir davon
aus, dass sich unsere Akeleien bei dem wilden Bienenbesuch
heftig untereinander kreuzen.

So können wir uns nicht daran erinnern, bewusst
eine gefüllte Variante in den Garten gesetzt zu haben.
Aber gerade die gerüschten Blütenköpfe stehen an
diesem Ort sehr häufig.

Die blaue Ecke in voller Blüte. Doch wer
genau hinschaut, sieht, dass die Akeleien schon
ihre ersten Saatstände ausbilden und sich
diese Blühgemeinschaft bald wieder auflösen wird.


Fotos: W.Hein