Mittwoch, 22. April 2015

Beinwell-Felder ...



Nun trennt nur noch meine ca. 1m tiefe 'blöde Blühlücke
den vorderen Beinwell vom hinteren Beinwell-Feld. Denn 
die Farne im Zwischenraum lassen sich noch etwas Zeit ...

Diese hintere Bienenweide besteht wahrscheinlich aus 
Staudentopf, der vor einigen Tagen mit der Blüte begann, 
sah so gar nicht nach dem Beinwell 'Blaue Glocken' aus, 
den ich eigentlich bei Zauberstaude bestellt hatte. Und 
da sie dort auch 'Hidcote Blue' im Sortiment haben, kann 
es sich eigentlich nur um diesen Beinwell handeln. 

Das vordere Feld, das die Helleborus foetidus umgibt, hat 
allerdings im Blühbeginn einen ganz leichten Cremeanteil. 
Ob sich dort eventuell dieser niedrige cremefarbene und 

Fotos: S.Schneider


Steinsame & etwas Walderdbeere



Die wuchsfreudige Walderdbeere am Rande der Betonfläche 
gerät schon wieder in Bedrängnis. Noch vor einigen Wochen, 
nachdem die Ranken der Steinsame geschnitten waren, schien 
der Freiraum unter dem alten Efeu-Apfelbaum fast unendlich 
zu sein. Doch da schummerte die Steinsame nur bodenbündig 
zurückgeschnitten in der Mulchschicht.

Nun bleibt der Walderdbeere wieder nur die Flucht nach vorn. 
Zum Beispiel in die Fugen der Betonfläche, um sich von dort 
auch wieder neuen Lebensraum im Wildwuchs zu erobern…

Fotos: S.Schneider


Nur noch ein winzig kleiner Fleck ...



Das waren noch Zeiten, als es von der immergrünen Gänsekresse - 
Arabis procurrens, noch kleine Felder in unserem Garten gab.

Aber schon früh mussten wir feststellen, dass 

Und wenn irgendwann eimal die Bereitschaft fehlt 
ständig gegen die Natur anzukämpfen, dann wandelt 
sich das Bild der Beete im Laufe der Jahre. Dort, wo 
früher einmal das 'Kuckucksblümchen' die Fläche 
füllte, hat jetzt die Steinsame fast den gesamten 
Bereich erobertDoch zuvor hatte sich dort überall

Fotos: S.Schneider


Schon gestern ...



… öffneten sich die ersten Blütenblätter der Prunkspiere - Exochorda.

Leider sieht es in diesem Jahr um den kleinen Strauch herum 
Aber seine traumhafte Blütenfülle wird diese Problemzone 
in den nächsten Tagen gekonnt überspielen …

Fotos: S.Schneider


Strahlendes Weiß mit blauem Himmel


Schon heute früh sah unsere Sauerkirsche 
hinter der Teichmauer vor den Zweigen der 
erwachenden Blutbuche im Nachbargarten 
ziemlich beeindruckend aus.

Aber am frühen Abend in den letzten Sonnenstahlen …

kommt ihre weiße Pracht jetzt noch besser zur Geltung.


Den Phänologischen Kalender finde ich inzwischen 
wirklich spannend. Aber die Natur hat so viel mehr 
Varianten auf Lager: Hier am 2. April 2014 oder mal
am 3. Mai 2013. Und am 26. April 2012 bei typischem 
Aprilwetter. Sowie als 'Schneeweißchen & Rosenrot'

Fotos: S.Schneider


Montag, 20. April 2015

Aus dem südlichen Garten ...


Andere Gartenblogs beschäftigen sich zur Zeit häufiger mit 
vielen unerwünschten Einwanderern aus den Nachbargärten, 
die als Wurzelausläufer oder auch Sämlinge aus weniger 
gepflegten Gärten in die geordneten Beete eindringen … 

Dieses Problem, kenne ich in unserem Wildwuchsgarten kaum, 
da unsere Böden schon so dicht besiedelt sind, dass sich sogar 
die meisten erwünschten Pflanzen leider kaum noch aussamen 
können. Und so müssen sich die Glockenblume oder das große 
Waldwindröschen schon einen Platz in den engen Fugen der 
Betonfläche suchen, um überhaupt noch einen Lebensraum 
zu finden.


Lediglich der Löwenzahn findet ein paar mehr Fugen, 
wo er sich breit machen kann. Und auch in der 'Wiese' 
klappt es manchmal noch mit den gelben Pflanzen. Nur 
diese Saat entstehen nicht in unserem Garten, sondern 
die habe ich dem Grünflächenamt zu verdanken. Denn in 
den Rasenflächen an den Straßenrändern wird der Löwen-
zahn nicht bekämpft. Und so gibt es plötzlich zu selten
gemähte Flächen voller Pusteblumen, deren Fallschirme 
dann auch mal den Weg in unseren Garten finden. Aber 
zur Zeit wird diese gelbe Fehlfarbe noch gern geduldet
steht aber unter ständiger Aufsicht - und wird im Idealfall 
irgendwann sogar einfach aufgegessen

Doch dafür habe ich einen anderen Einwanderer im Garten, 
der für mich persönlich ein echtes Ärgernis ist:

Plastikfetzten …

Es vergeht fast kein Tag, an dem ich nicht irgendwo 
kleine Stücke durchsichtiger Folie im Garten finde.

Und so ein größeres Stück, wie hier mitten im Beinwell, 
das am Zaun unserer südlichen Nachbarn im zugewucherten 
Wirtschaftsweg vor der Brombeerhecke liegt, gehört noch 
zu den größeren Folienstücken …

Übeltäter ist eine Folie im südlichen Garten, die wohl 
eine Tischtennisplatte hinter dem Holzzaun vorm Wetter 
schützen soll. Aber eine nicht UV-beständige Folie ist 
nun leider nicht sehr lange gartentauglich und löst sich 
'einfach' auf. Und so verteilen sich nach und nach diese 
teilweise winzigen Fetzen in den Gärten. Abgesehen 
davon, dass ich Müll im Garten nicht besonders angenehm 
finde, muss ich beim Aufsammeln der Teile immer wieder 
an die Plastikmüll-Teppiche in den Weltmeeren denken

Zuvor hatten unsere Nachbarn dort in der Grundstücksecke 
noch ein Spielhaus mit einem Dach aus Gewebeplane. Doch 
nach einiger Zeit hatte sich diese blaue Plane aufgelöst. 
Aber dünne Folienstreifen finde ich noch immer vereinzelt im 
Garten, obwohl die Plane schon vor 2 oder 3 Jahren entsorgt 
wurde. Und besonders tragisch ist es, dass solche Streifen - 
oder auch herumliegende Bindebänder aus Plastik, von den 
Tieren sehr gern zum Nestbau genutzt werden. Daher betrifft 
dieses kleinteilige Plastik-Problem nicht nur die Seevögel

Fotos: S.Schneider


Auf dem Heimweg ...



Heute ist es dem Tischmäuschen am Nachmittag viel zu unruhig 
auf dem Futtertisch. Da tritt es lieber ganz schnell den Heimweg an 
und flitzt über die Brücke zum Reisigbündel an der Schuppenmauer.

Foto: S.Schneider


Sonntag, 19. April 2015

Bin ich froh, ...



… dass diese drei Dekoschafe erst nach Ostern 
reduziert für 99 Cent ins Treppenhaus kamen! 
Denn sonst wäre es für fast 9,- € ein recht teurer 
Meisen-Spass geworden … 

Heute hatte das Tierchen allerdings Verspätung -
und wohl auch mal wieder Orientierungsprobleme. 
Denn es erschien erst kurz nach 9 Uhr im Apfel-Ast
flatterte wieder mal zum Oberlicht über der Garage
sammelte dann gelb-grüne Wolle am Mittelschaf 
und verlor beim Flug zum Ausgang das Baumaterial

Aber das gab wohl Mecker. Denn nach wenigen Minuten 
erschien die Meise wieder im Treppenhaus, schnappte 
sich den gelb-grünen Flaum, den es zuvor aus dem 
Schnabel verloren hatte, und flog direkt zum Ausgang 
Richtung Wäldchen. 

Und da sich nicht nur diese Meise mit dem besonderen 
Farbgefühl an den Schafen erfreuen soll, drehe ich die 
drei Schäfchen jetzt einfach um, und werde sie später 
mit dem Rücken zur Wand dekorieren.

Irgendwann muss die Bausaison doch mal beendet sein!

Foto: S.Schneider


Nachtrag Montag, 20. April 2015:
Heute kraspelte es kurz vor 8 Uhr wieder im Treppenhaus. 
Leider konnte ich die Meise nur in der Spiegelung der 
Fensterscheibe erahnen. Um das Tierchen auf frischer Tat 
mit der Kamera zu ertappen, würde ich es nur unnötig 
aufschrecken, so dass es gegen die Glasscheiben fliegt. 
Also bleibt lieber der Vorhang vor der Tür zum Wohn-/
Schlafraum geschlossen. Und wir warten geduldig ab, 
wie lange ihr jetzt noch der Sinn nach Schafwolle 
in Frühlingsfarben steht ...


Samstag, 18. April 2015

Wenn das Mäuschen auf dem Tisch tanzt ...


Einige Zeit hatte ich das Mäuschen auf dem Futtertisch 
nun schon von drinnen beobachtet. Und unsere kleine Maus 
lag noch immer recht verschlafen in ihrem Schaffell-Sessel 
vor dem Treppenhaus. Also drängte ich nun Herrn Hein mit 
dem anderen Objektiv das Tierchen zu fotografieren. Denn 
im Gegensatz zu früher scheint diese Maus die obere rostige 
Röhre als Unterschlupf zu bevorzugen und geht hinter der 
ersten Röhre neben dem Futterhaus in Deckung … 

Es ist also wirklich möglich, dass unsere kleine Graukatze 
am vergangenen Donnerstag unser Tischmäuschen mittags 
gefangen und ins Haus verschleppt hatte. Zwar konnte ich 
das Tierchen dann recht schnell einfangen und in einem 
Karton in den Hochwald befördern, aber wahrscheinlich 
verenden die meisten Tiere dann doch recht bald an 
dem sehr aggressiven Katzenspeichel …

Jedenfalls verhielt sich dieses Mäuschen, heute gegen 14 Uhr 
etwas anders als an den Tagen zuvor:

















Und ab in die Röhre ...

Fotos: W.Hein


Die Sache mit dem Bauchgefühl ...


Hat es nun wirklich mit selbsterfüllender Prophezeihung 
zu tun, oder habe ich inzwischen nur ein verdammt gutes 
'Bauchgefühl' für die Natur in unserem Garten entwickelt?

Seit dem 13. März, als mir die erste Zecke dieses Gartenjahres 
begegnete, hielt sich unser Problem noch in Grenzen. Auch 
wenn ich es mehr als erschreckend finde, dass am 20. März - 
bei leichtem Frost gegen 7 Uhr morgens, eine Nymphe auf 
dem gemulchten Weg im Wäldchen wartete. Und vor allem, 
dass sie trotz der eisigen Kälte in der Lage war meinen Schuh 
zu erklimmen. Letztendlich bedeutet das, dass man inzwischen 
in unserem Garten fast das ganze Jahr über mit Zecken rechnen 
muss. Denn richtig frostige Tage sind bei uns äußerst selten ...

Die nächste weibliche Zecke erwischte erwartungsgemäß 
Allegra beim Grasen auf dem runtergeschnittenen Hochbecken 
um den 20. März herum. Denn das Tierchen hatte sich trotz 
Frontline-Schutz, den wir unseren grauen Damen am 5. März 
verabreicht hatten, anscheinend schon einige Tage unter 
ihrem Kinn verköstigt.

Am 4. April, als wir den Nachbarskater Cäsar einige Tage 
in Pflege hatten, hatte er ebenfalls eine Zecke am Kinn. 
Und seit dem 8. April häufen sich nun die unangenehmen 
Begegnungen mit den Krabbeltieren. Denn nachmittags 
lief mir ein Weibchen beim Begutachten meiner Stauden-
töpfe direkt vor der Glasfassade über die Hand. Am 11. und 
13. April entdeckten wir bei unserer sehr erfolgreichen 
Mausefängerin ein Weibchen unter dem Kinn bzw. danach 
am Hals. Und heute geht es nun wohl richtig los:

Um 14:40 Uhr entdeckte ich diese 2 Weibchen hintereinander.


Sie saßen ganz oben in der Spitze eines Liguster-Sämlings.


Und natürlich ziemlich dicht am Steg, 


 dort wo sich zuvor der Nachbarskater Cäsar 
längere Zeit in der Sonne aufhielt.

Und während ich die beiden Zeckendamen fotografierte, 
kam unsere kleine Maus aus dem Wäldchen geschlendert.


Mit einem Katzensprung gelangte sie auf den Futtertisch 


und kratzte sich ungewöhnlich oft am Kopf.
Dabei war sie recht ruhelos. 


Und mit zwei großen Sprüngen durchquerte sie ganz schnell 
die Grünfläche bis zum Haus. Meist ist das ein untrügliches 
Zeichen für Zeckenaktivitäten im Wiesenbereich. 

Aber bis jetzt scheinen sich die Tiere im Schatten wohl noch 
in Bodennähe aufzuhalten. Denn bisher konnte ich an keinem 
der Grashalme, der Zwiebelblätter oder an den Stauden die 
winzig kleine Nymphen bzw. Männchen oder Weibchen 
ausfindig machen.

Doch unsere kleine graue Maus hatte trotzdem genug vom Garten.


 Und wie ich richtig vermutete, gab es schon wieder eine Zecke  
an ihrem Hals, die bereits mit der Blutmahlzeit begonnen hatte. 
Wenig später, als sie sich entnervt auf ihre Kuscheldecke auf 
dem Bett verzog


krabbelte recht fix ein Weibchen über unsere Bettdecke. 
Denn auch wenn der Frontline-Schutz unserer Katzen 
inzwischen nahezu wirkungslos ist, so schien unser Bett 
doch recht vielversprechend zu sein. Obwohl ich erst 
am Donnerstag das Bett frisch bezogen hatte und dabei 
sogar die Steppdecke gewaschen wurde …

Es ist also wieder Zeckenzeit, und wir haben daher 
unsere Ausstattung sicherheitshalber nochmals optimiert:

Dieses Modell Tick 1 von der Nitab AB aus Schweden, hat uns 
unser Nachbar empfohlen. Er hatte es bei Manufactum entdeckt, 
und bekommt damit auch die winzigen kleinen Nymphen endlich 
besser heraus. Und gerade rechtzeitig zur neuen Zeckensaison 
liegt nun neben diversen Zeckenhaken auch dieses Werkzeug 
bei uns bereit. 

Doch, wie ich eben im www feststellte, gibt es davon auch eine 
wesentlich günstigere Kunststoff-Version - Tick 2

Fotos: S.Schneider


Nachtrag Sonntag, 19. April 2015:
Nachdem ich mich nun seit gestern Nachmittag wieder mehr 
mit dem Zeckenthema befasse, habe ich nun endlich die Presse-
mitteilung zur Studie von Frau Prof. Dr. Ute Mackenstedt der 
Uni Hohenheim vom 25.3.2015 über Zecken im Garten gefunden. 
Fazit der Studie aus 60 Gärten im Raum Stuttgart im Jahr 2014: 
'Ob hochgepflegt oder naturnah: Zecken gibt es in fast allen Gärten'

Uni Hohenheim: Warum eine Gartenstudie?