Samstag, 25. Juli 2015

Ach rüttel mich, ach schüttel mich ...


… meine Früchte sind schon lange reif:

Die ersten liegen schon auf dem Hochbecken am Teich.

An einer Frucht nascht ein Admiral.

Und bei diesen Sauerkirschen bin ich gespannt, 
was nach dem Sturmtief Zeljko dann morgen 
noch am Baum hängt …

Leider hatten es in diesem Jahr die Amseln sehr schwer 
ihre Kinder flügge zu bekommen. Oftmals konnten wir 
oder neue Nester entstanden, doch Amselkinder habe ich 
bisher nur 1 oder 2 im Garten gesehen. Normalerweise 
gab es zur Erntezeit der Sauerkirschen immer reichlich 
Drosselkinder, die mit den Früchten gefüttert wurden. 
Aber in diesem Jahr ist eben vieles doch etwas anders. 
Nur für uns hängen die süßen Früchte - wie schon seit 
vielen Jahren, einfach zu hoch.

Fotos: SchneiderHein


Freitag, 24. Juli 2015

Das hört sich nach Igel an ...



Von wegen Igel sind nachtaktiv …

Ähnlich wie bei den Tischmäuschen, die im Frühjahr zur Mittagszeit 
oft vormittags Igel im Frühjahr unter der Futtersäule im Wäldchen 
beobachtet. Und Mutter Igel begleitete ihre 4 Sprösslinge damals auch 
meist tagsüber aus dem Unterschlupf im Hochwald. Ebenso haben wir 
erlebt, dass kleine Igel am frühen Morgen vor der Teichmauer oder 
vor einigen Tagen unter dem Gartentisch in der Wiese 'gemacht' 
wurden 

Häufiger heißt es, dass tagaktive Igel krank seien. Aber dieser 
erschien mir putzmunter und äußerst zielstrebig, wie er da 
am Lenzrosenweg plattwalzte. 

Ganz im Gegensatz zu dem Stachelgesellen, den ich vor 
einigen Tagen unter dem Wachholder gleich neben dem Steg 
Igel konnte ich leider damals leider nicht entdecken, sondern 
nur durch sein häufiges Husten ungefähr lokalsierten. Und wenn 
ich dieses Husten richtig gedeutet habe, haben solche Igel 
Lungenwürmer. Eine Gefahr, die anscheinend durch ein hohes 
Schneckenaufkommen begünstigt wird. Hundebesitzer, deren 
Tiere sich im Garten aufhalten, ist diese Gefahr wahrscheinlich 
schon länger bekannt. Ich hatte bisher leider nur von diesem 
möglichen Zusammenhang von Igeln und Nacktschnecken 
gehört, aber bisher nichts in den Weiten des www gefunden. 
Schnecken!' wird mir nun auch klar, dass wir den Lungen-
Wiesenrand auf jeden Fall begünstigt haben. Und diese 
Erkrankung könnte durch das geschwächte Immunsystem der 
Igel dann auch zu einem vermehrten Zeckenbefall führen 

Ob Igel auch selbst an Borreliose erkanken können, dazu soll 
es angeblich eine neuere Studie geben. Aber bisher konnte ich 
Tierhochschule Hannover zu dem Thema finden.

Jedenfalls als ich am Kopf dieses wanderlustigen Igels 
2 ziemlich vollgesogene Zecken entdeckte, war es Zeit 

Foto: S.Schneider


6 + 2 = Zeit für mein 'Lieblingsthema'



Ich hatte mich also nicht geirrt, als ich an dem Stachelgesellen 
im Schneefelberich-Feld graue Punkte im Sonnenlicht blitzen sah.

Ansonsten war der kleine Kerl aber putzmunter. Denn bis ich 
Herrn Hein davon informierte, damit er sich mit den beiden 
Zeckenhaken & Brillbewaffnete, und ich sicherheitshalber 
mit Gummistiefeln & dicken Handschuhen ausgestattet war, 
hatte der Igel schon 5m zurückgelegt. Ich stellte ihn jedoch 
vor dem Hochwald-Kompost auf dem Grenzweg. Und ganz fix 
hatte ich eine fast geschlossene Stachelkugel zwischen den 
schützenden Rosenhandschuhen.

5 der fast schon prall gefüllten Zeckenweibchen ließen sich recht 
problemlos zwischen den Stacheln entfernen. Nur die grau glänzenden 
Körper, die ich schon aus der Ferne im Beet an seinem Kopf und an 
einem Ohr entdeckt hatte, an die ließ er uns nicht heran. Einmal 
konnte ich den 'Igelverschluß' kurz 'knacken', so dass noch eine 
6. Zecke im Deckel unseres Chlorreiniger-Glases landete. Aber 
dann war Schluss. 

Also holten wir das Feuchtfutter-Schälchen unserer grauen Damen 
und legten ihn in den Schatten. Aber das Stachelding musste sich 
nun zunächst die Maus ganz vorsichtig anschauen.

Glücklicherweise hatte dieser Igel wohl keine Flöhe, denn sonst 
wären sie mir beim Entfernen der Zecken sicherlich schon munter 
entgegen gesprungen …

Für eine kleine Maus war der Igel jedenfalls schnell uninteressant. 
Den Mäuschen unter dem Steg zu lauschen, ist da schon eher ein 
Unterhaltungsprogramm für unsere abenteuerlustige Graukatze.

Nun lag der Igel im Schatten und rührte sich nicht. Und ich hatte 
das Problem, dass ich noch vor 12 Uhr zum Tierarzt wollte, da  
Allegra dringend ihren Tabletten-Nachschub benötigte. Also 
entschieden wir uns, den Igel in eine Klappbox zu setzen, um 
ihm etwas später die restlichen 2 Zecken vom Kopf vielleicht 
doch noch zu entfernen. Und eventuell könnte mir unser Tierarzt 
ja sogar einen Trick verraten, wie man einen Igel 'knackt'. Doch 
dann entschieden wir, da die Sprechstunde ohnehin fast beendet 
war, einfach nachzufragen ob wir den Igel mal kurz zur Zecken-
entfernung mitbringen könnten. Also Klappbox samt Stachelkugel 
geschnappt, und bald darauf befand sich das wehrhafte Etwas 
auf dem Untersuchungstisch. Einen Trick gibt es wohl leider nicht, 
aber eine Zecke am Rücken und eine weitere vom Kopf blieben 
zumindest beim Tierarzt. Und dazu der Tipp möglichst schnell 
und beherzt zupacken, damit er sich nicht einrollen kann. Denn 
sonst braucht es viel Geduld bis er irgendwann sein Näschen 
wieder vorsichtig aus der Kugel steckt 

Mit mindestens noch einer Zecke am Ohr habe ich ihn dann 
bald darauf wieder an der Stelle im Garten ausgesetzt, wo 
ich ihn aufgegriffen hatte. Das angebotene Futter blieb 
unangetastet, aber der Igel war bald darauf verschwunden. 

So aufregend hatte er sich seine Tagwanderung sicherlich 
nicht vorgestellt. Denn wahrscheinlich war er vollkommen 
erschöpft auf dem Weg zu seinem Nachtquartier im Hochwald. 
Zur Zeit sind die Igel nämlich auch wieder ziemlich tagaktiv, 
da sich die Angebetete wieder eine ganze Nacht lang ziert 

Und nach dieser Zeckenmenge stellen wir uns nun mal wieder 
die Frage, ob diese 8 Zecken nach der extremen Hitze lieber 
das feuchte Wetter der letzten Tage abgewartet haben, um 
sich einen Wirt zu suchen. Oder ist inzwischen fast immer 
ideales Zeckenwetter? Denn im Garten meiner Mutter hatte 
es vor ein paar Tagen gegen 17 Uhr bei 30°C im Schatten ein 
Zeckenweibchen binnen weniger Minuten geschafft meinen 
Oberschenkel zu erreichen - als ich nur mal schnell einen 
Pflanzkübel am Beetrand umstellen wollte. Und auch schon 
früher konnten wir an heißen Sommertagen in unserem Garten 
mehrmals beobachten wie die Zeckenweibchen ganz fix 
aus den schattigen Beeten zu den ca. 1m entfernt stehenden 
Gartensesseln auf die vollsonnige Betonfläche krabbelten.

Sicherlich haben wir in den Sommern bis 2011 durch die Igel-
fütterung am Wiesenrand mehr Igel in den Garten - und vor allem 
in die Wiese gelockt, so dass es kein Wunder ist, dass wir dort 
im Sommer 2011 ein Zeckennest an einem Grasbüschel hatten. 
Aber die Vorstellung, dass diese 8 entfernten Zeckenweibchen 
im schlimmsten Fall jeweils bis zu 3.000 Eier in unserem Garten 
gelegt hätten, lässt uns jetzt doch über eine kontrolliertere 
Igelfütterung nachdenken. Natürlich besteht dann immer noch 
die Gefahr, dass sich die Zecken irgendwo auf den Wanderwegen 
der Igel in den Beeten oder auf den gemulchten Trampelpfaden 
fallen lassen. Aber vielleicht könnten wir auf Dauer am Futter-
platz auch so manche Zecke von den Igeln entfernen, und damit 
einige Zeckennester im Garten verhindern. Denn diese winzig 
kleinen Zeckengelege lassen sich wirklich nicht leicht entdecken 
und vor allem nur sehr schwer und meist erst nach mehrmaliger 
Behandlung entfernen. Und danach ist der behandelte Teil des 
Gartens lange Zeit kahl und bis auf Schnecken und Zecken dann
auch ziemlich tot. Nur ist es fraglich, ob wir nach so einer 
Zeckenentfernungs-Prozedur die Igel dann nochmals zu sehen 
bekommen. Denn diesen Igel-Kandidaten aus dem Sommer 2013 
mit 3 Zecken, haben wir danach nicht mehr gesehen 

Fotos: SchneiderHein


Dienstag, 23. Juni 2015

Die kleine Walderdbeer-Plantage



Nach den letzten feuchten Tagen erscheinen nun immer mehr 
ganz kleine rote Früchte an den wanderfreudigen Walderdbeeren 

Und während im halbschattigen Weg zwischen den 3 Betonplatten 
gelitten haben, sehen diese mittags vollsonnig stehenden Pflanzen 
schon erstaunlich gut aus. Aber ob der erfrischende Landregen der 
letzten Tage gereicht hätte? Wahrscheinlich war es sogar auch für 
die Walderdbeeren gut, dass ich am Donnerstag endlich mal 
zum Schlauch gegriffen hatte. Jetzt ist jedenfalls Erntezeit ...

Fotos: S.Schneider


Drei Hellebori links des Weges



Bilder sagen hier mehr als viele Worte. Helleborus argutifolius 
hat jetzt anscheinend den richtigen Platz im Garten erhalten.

Helleborus caucasicus arrangiert sich wohl mit dem sonnigen Standort 
zwischen Weg und Metallteich. Doch inzwischen vermute ich, dass 
diese 'H. caucasicus' mit einer Orientalis gleichzusetzen ist. Denn 
weder in meinem Lieblings-Buch über Helleborus von H. van Dijk und 
H. van Trier noch in dem Büchlein Hellebores von G. Rice wird 
unter den Wildformen eine H. caucasicus erwähnt. Aber sie blüht 
grünlich-weiß und bereichert nun idealerweise den Lenzrosenweg 
im Frühling - wenn da nicht jemand in der Zwischenzeit zu sehr 
an ihren Blättern knabbert …

Etwas Kummer macht mir hingegen Helleborus multifidus. 
Sie hat sich nach ihrer Ankunft im März erstaunlich gut im Topf 
gehalten, dort auch geblüht und sogar etwas Saat ausgebildet. 
Und bevor sich die Saatkapseln öffneten, kam sie in den halb-
schattigen Bereich vor die Himalayazeder. Doch war es ihr wohl
in den letzten Wochen in der Mittagszeit zwischen Lungenkraut 
und Walderdbeeren etwas zu sonnig und zu heiß. Denn ihre 
Blätter werden trotz Wassergaben immer gelber. Oder gehört 
sie zu den Hellebori deren Blätter in den Sommermonaten 
einfach verschwinden? Ich sollte ihr wohl lieber demnächst 

Fotos: S.Schneider


Gesundes glänzendes Laub, aber ...






Diese sehr zierlichen Rosenblättchen unter der Himalayazeder 
gleich neben dem Weg gehören zur weißen The Fairy. Und auch 
bei ihr sage ich nun fast jeden Tag wieder 'Hauptsache sie lebt!' 
Denn von den ehemals drei kleinen Topfrosen, die 2003 in den 
Garten kamen, ist sie die letzte Überlebende. Und wenn ich mich 
richtig erinnere, war sie auch die erste, dieser sehr zierlichen 
Rosen, die in den Garten einzog. 

Die beiden anderen kamen erst später im Herbst als reduzierte 
Pflänzchen nach. Sie erhielten dann leider wesentlich trockenere 
und schwierigere Standorte am Teich unter der Magnolie, sowie 
an der Betonkante im schattigen Südbeet. Mit der rosa The Fairy 
kann man sie wirklich nicht vergleichen. Denn selbst das vollsonnig, 
recht freistehende stehende Röschen an der Rasenkante im Garten 
meiner Schwiegermutter war im letzten Sommer noch nicht einmal 
halb so groß wie damals die rosa The Fairy unter dem Apfelbaum 
im Garten meiner Mutter.

Doch auch wenn ich nun sehr genau hinschauen muss, um sie 
überhaupt zwischen Akeleiblätter, Efeu und Waldmeister im 
Untergrund zu entdecken, so sieht sie erstaunlich gesund aus. 
Nur bis jetzt ist an ihr keine einzige Knospe zu sehen.

Fotos: S. Schneider


Nachtrag Donnerstag, 23. Juli 2015:
Inzwischen hat sie eine Knospe entwickelt, die sie aber noch 
fest geschlossen hält. Vielleicht hätte ihr im zeitigen Frühjahr 
etwas Dünger auf die Sprünge geholfen. Aber bisher hatte ich 
Bedenken, dass sie nach der Düngung zu sehr unter der extremen 
Trockenheit leiden könnte. Doch nun wird sie in nächster Zeit 
2 oder 3x mit etwas Flüssigdünger verwöhnt, damit vielleicht 
mehr als eine einzige Blüte an ihr erscheint. Und dann hoffe ich 
schon jetzt aufs nächste Jahr ...


Montag, 22. Juni 2015

Alles noch nass



In der Nacht hatte es etwas geschneit. Denn der erfrischende 
Landregen verteilte die ersten Blütenblätter von Hedi Grimm 
auf dem Boden vor dem Haus.

Und ich musste noch bis zur Mittagszeit warten, um 
unter den regenschweren Blütenbüscheln, die schon wieder 
den Weg am Steg versperrten, drunter durchzutauchen.

Aber dann wurde es auch etwas heller, und zeitweilig blinzelte 
sogar die Sonne aus dem gleichmäßigen Grau hervor. Die Ranke 
befestigt wurde, hatte glücklicherweise auch dieses Wetter 
unbeschadet überstanden. 

kam der Regen wohl gerade noch rechtzeitig …

Fotos: S.Schneider


verblühter Hartriegel am Haus



Nun ist auch die Blütezeit des Hartriegels über dem Hochbecken 
beendet. Aber im Moment sieht es so aus, als ob auch hier kaum 
Früchte entstehen. Waren die bestäubenden Fluginsekten zu der 
Zeit anderweitig beschäftigt? Oder gab es wirklich weniger Tiere, 
die an den Blüten naschten?

Foto: S.Schneider


Die hat den Angriff überlebt ...



Das feuchte Wetter lockt auch die Garten-Bänderschnecke 
aus ihrem Versteck hervor. Doch diese hat wohl gute Gründe 
zur Vorsicht. Denn das Gehäuse weist in der Mitte einige 
Beschädigungen auf. Ob sie eine Drosselschmiede überlebt 
hat? Oder sind das doch nur vergebliche Hackspuren einer 
Amsel? Denn im Gegensatz zu Posthornschnecken scheinen 
die Gehäuse der Bänderschnecken wohl wesentlich 
stabiler zu sein ...

Jedenfalls deckt diese ihren Kalk- & Algenbedarf 
wohl gern am geschützten Hochbeckenrand ...

Und wenn das Wetter wieder trockner wird, findet sie 
Binsen und Iris sicherlich wieder ein gutes Versteck ...

Fotos: S.Schneider


Im Efeu ...



Zur Zeit schadet White Flight - dem Multiflora-Rambler 
an der Teichmauer, der feine Landregen noch nicht. Im 
Gegenteil sie sieht einfach nur erfrischt aus ...

Foto: S.Schneider


Nachtrag Montag 21. Juni 2015:
Inzwischen haben sich ihre Blüten wieder grünlich verfärbt 
und einige fallen nun ab. Aber weder die Hitze Anfang Juli 
noch der Regen der letzten Tage konnte ihr bisher schaden.